Doch besonders diejenige, die ich jetzt im Profil betrachten darf, ist genau mein Typ. Sie ist groß gewachsen, sportlich schlank, auf keinen Fall zu dürr wie viele andere. Ihr Hintern ist knackig, und was ich schätze: Sie hat eine eher kleine Oberweite. Dazu wird ihr hübsches Gesicht von mehr als schulterlangen, brünetten Haaren umrahmt, die sie zu einem Pferdeschwanz gebunden hat. Im Gegensatz zu ihren beiden Freundinnen macht sie eher einen zurückhaltenden, ja fast schüchternen Eindruck. Der gestrige Abend fällt mir wieder ein. Vermutlich hat sie an dem Tisch hinter uns auf ihre Freundinnen gewartet, und mein Verhalten gestern ist mir echt peinlich.
Als ich fertig gegessen habe, scheint auch die Unbekannte satt zu sein. Mit einer entschlossenen Bewegung stehe ich auf und gehe auf ihren Tisch zu. Erst als ich direkt neben ihr stehe, wird sie aufmerksam. Ihr erstaunter, fragender Blick trifft mich. „Entschuldigung, darf ich mich kurz setzen, oder warten sie noch auf ihre Freundinnen?“, frage ich. „Bitte, … gerne“, antwortet sie zögernd, „meine Freundinnen sind schon in aller Frühe zu einer Wanderung aufgebrochen. Das ist absolut nicht mein Ding.“ Mit einem „danke“ setze ich mich. „Ich wollte mich bei ihnen für gestern Abend entschuldigen“, beginne ich meine Erklärung, „normalerweise rede ich nicht so, … also über mich … und Frauen. Aber Robert hat mich einfach zur Weißglut gebracht mit seinem widerlichen Gerede.“ So erkläre ich ihr erst einmal, wie es gestern dazu gekommen ist. „Wie gesagt, ich kann mich nur noch mal bei ihnen entschuldigen“, schließe ich. „Danke, angenommen. … Ich heiße übrigens Rosemarie, gerne Rosi“, lächelt sie mich an. „Helmut“, reiche ich ihr zurücklächelnd meine Hand.
„Aber warum entschuldigen sie sich, … ich meine, warum entschuldigst du dich denn bei mir?
Ein missratener Plan
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Ein missratener Plan
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