Ein missratener Plan

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Ein missratener Plan

Ein missratener Plan

Alnonymus

Die ganze Zeit kribbelt es erwartungsvoll zwischen meinen Beinen. Aber ich bin auch etwas aufgeregt, denn nach den ganzen schlechten Erfahrungen, die sie scheinbar sammeln musste, möchte ich sie einfach nur in den siebten Himmel vögeln. Ich hoffe wirklich, dass es mir gelingt.

Auf dem Balkon sitzend, schaue ich alle paar Minuten auf die Uhr, so unruhig bin ich. Ist das vorhin beim Frühstück tatsächlich passiert, oder war das nur ein Wunschtraum? Ich meine, so etwas, das sieht man doch nur in zweitklassigen Filmen oder liest davon in seichten Büchern, und es passiert nie im wirklichen Leben. Was ist, wenn ich gleich bei ihr an die Tür klopfe, und sie weiß von nichts, weil es nie passiert ist? Mit diesen wild durcheinanderwirbelnden Gedanken mache ich mich schließlich auf den Weg zu ihr. Erst tief durchatmen, dann klopfe ich an. Vorsichtig öffnet Rosemarie die Tür. Sie sieht toll aus. Trug sie vorhin noch eine kurze Hose und ein T-Shirt, trägt sie jetzt einen luftigen, knielangen Rock mit einer weißen Bluse. „Schön, dass du da bist, komm doch rein“, begrüßt sie mich, mit ein wenig Unsicherheit in der Stimme. „Danke für die Einladung“, verbeuge ich mich leicht, bevor ich eintrete. Sofort schließt sie die Tür hinter mir.

„Ich kann echt nicht glauben, dass ich das tatsächlich mache“, schüttelt sie verlegen den Kopf, „ehrlich gesagt, hatte ich gerade eben noch gedacht, dass ich das alles wohl geträumt haben muss.“ Ich muss herzlich lachen. „Weißt du, dass es mir genauso gegangen ist? Ich dachte auch, dass ich das doch nur geträumt haben kann“, bestätige ich ihr, „aber wenn du es wünschst, gehe ich natürlich wieder.“
„Nein, bitte bleib“, antwortet sie fast erschreckt, wobei sie sich so dicht an mich schmiegt, dass ich ihren wunderbaren Duft einatmen kann.

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