Es ist tagelang schon sehr heiß gewesen, zu heiß, um sich auf dem Balkon in die Sonne zu legen.
Doch heute wehte eine leichte Brise, sodass ich mich entschied, meinen Sonnenschirm zu öffnen und meine Liege auf meinem kleinen Balkon auf zu klappen.
Ich, Herbert Heiser, 57, lebte nun schon über zehn Jahre in meiner kleinen Zweizimmerwohnung. Nach meiner Scheidung war es mir ein freudiges Bedürfnis gewesen, diese 52 m² nach meinem eigenen Geschmack einzurichten, ohne auf Kompromisse mit einer Partnerin eingehen zu müssen.
Der Balkon reichte gerade für meine Liege, nur mit Klappstühlen hätten eventuell zwei Personen am Tisch, der am Geländer hing, Platz gehabt.
Aber Besuch hatte ich selten, höchsten meine Tochter, die ab und zu nach dem Rechten schaute.
Ich war zufrieden mit meinem Leben, ich war ausgeglichen und die wenigen Treffen mit dem anderen Geschlecht sagten mir, dass ich allein besser zurechtkam.
Ich kochte mir einen Kaffee, stellte die Dose mit den Keksen auf den Balkontisch, legte meinen E-Reader daneben und holte dann meinen Becher mit dem Kaffee.
Die leichte Brise brachte Gerüche mit, die in mir ein wohliges Gefühl erzeugten. Irgendwo in der Nachbarschaft war ein Rasen gemäht worden, denn der Duft von frischem Gras zog mir in die Nase. Ich machte es mir auf meiner Liege bequem, trank einen Schluck von meinem Kaffee und bevor ich meinen E-Reader startete, legte ich mir noch ein paar Kekse auf meine Untertasse und begann zu lesen.
Neben Science-Fiction-Romanen las ich auch hin und wieder Liebesromane. Besonders solche Romane, in der die Protagonisten jede Menge Probleme bewältigen mussten, die zwei Menschen miteinander haben konnten.
Mich interessierte, wie der Autor das löste, denn meine Ehe war an solchen Problemen gescheitert.
Ein Piepmatz zum Verlieben
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Ein Piepmatz zum Verlieben
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