Ein Quickie am Hotelpool

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Ein Quickie am Hotelpool

Ein Quickie am Hotelpool

Yupag Chinasky

Aber sie hatten Geld und gaben es aus.
Ja, sie war es gewohnt, angesprochen zu werden, denn ihre weiblichen Qualitäten waren sehr ansprechend. Sie war nicht groß, hatte aber eine Figur, die auf Männer wirkte: große Brüste, ausladende Hüften und einen prallen Hintern, dazu ein hübsches Gesicht und lange Haare bis zum Po. Sie trug am Pool immer den knappsten aller Bikinis, den sie auftreiben konnte – einen, der gerade mal so viel verbarg, dass sie nicht des Geländes verwiesen wurde, und so viel Haut sehen ließ, dass alle Männer, sofern sie noch etwas Sexualtrieb besaßen, geil wurden.
Sie genoss es, wenn solche Männer sie anstarrten. Ihre Blicke verrieten klar und deutlich, was sie am liebsten sofort mit ihr tun wollten. Auch die Blicke der Frauen erregten sie. Diese Blicke waren meist ärgerlich, weil diese Frauen genau wussten, dass sie das nicht bieten konnten, was sie hatte. Frauen, die auch genau wussten, was ihre Männer dachten, wenn sie diese Hure – nichts anderes war sie ja in ihren Augen – unverhohlen anstarrten.
Es waren meist allein reisende Touristen. Sie hatten Zeit, Geld und Lust und zögerten nicht, sich mit ihr zu treffen und sie dafür auch angemessen zu entlohnen. Denn sie war wirklich gut im Bett. Sie sah nicht nur gut aus, auch nackt, sondern tat auch mehr, als sie eigentlich musste. Und das zahlte sich letztendlich aus.
Leider musste sie einen Teil des Verdienstes an Leute abgeben, die beide Augen zudrückten: einige Angestellte des Hotels, die Polizei, die ab und zu vorbeikam und nach dem Rechten sah. Denn was sie tat, war illegal. Prostitution war offiziell verboten. Aber alle wussten, wie man die Regeln umgehen konnte. Wenn sie nicht zahlte, würde sie einige Unannehmlichkeiten bekommen. Eine Nacht auf der Polizeiwache war noch das wenigste.

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