Außer dem hohen Preis für eine ganze Nacht hätten sie auch noch die Person am Empfang bestechen müssen. Die hätte genau gewusst, wie der Hase läuft.
Es wäre also besser, den Typ einfach zu ignorieren. Sich erst gar nicht auf ein Gespräch einzulassen und schon gar nicht auf das, was er eigentlich wollte. Sie könnte ja so tun, als warte sie hier auf ihren Verlobten. Aber das würde er ihr nie abnehmen. Er hatte sie natürlich auch durchschaut.
Und außerdem wäre das Abwimmeln leichter gesagt als getan. Abgesehen davon, dass er vermutlich eine Klette war, die man nicht abschütteln konnte, bis er sein Ziel erreicht hatte, spürte sie ja selbst ein immer größer werdendes Verlangen. Sie wollte endlich mal keinen lauwarmen Ausländer, den man erst mühsam aufrichten musste, sondern einen heißen Jungen. Einen Typ wie den, der nun vor ihr stand und sie auch ficken wollte.
Er hatte sicher gleich gemerkt, dass sie auf ihn abfuhr, dass auch sie ihn wollte – selbst wenn sie dafür kein Geld bekam. Ihr gieriger Blick und ihre provokative Körpersprache sagten alles. Beides war unvermeidbar. Es kam ganz von selbst bei seinem Anblick.
Und, Scheiß drauf, dachte sie. Warum auch nicht? Warum nicht mal einen steilen jungen Schwanz? Warum immer nur die halb steifen, die halb toten, die man erst zum Leben erwecken musste?
Aber hier am Pool war nicht der richtige Ort. Auch nicht zum Reden. Denn dann war sie ja anscheinend besetzt und wurde von den echten Kunden – von denen, die Geld hatten – erst gar nicht angesprochen. Und um das zu tun, was beide offensichtlich wollten, aber auf kein Zimmer gehen konnten, hätten sie den Pool verlassen müssen. Das wäre jedoch dumm gewesen. Schließlich hatte sie Eintritt bezahlt, und nicht gerade wenig. Den hätte sie bei der Rückkehr erneut entrichten müssen.
Ein Quickie am Hotelpool
5 6-11 Minuten 0 Kommentare
Ein Quickie am Hotelpool
Zugriffe gesamt: 745
Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.