Ein Sommer in Sardinien

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Ein Sommer in Sardinien

Ein Sommer in Sardinien

Emil Lorenz

„Hat sie dich von der Straße gezerrt, oder kennst du das Plätzchen von früher?“ Tamara verdrehte die Augen. Sie wollte gerade etwas erwidern, aber ich war schneller.
„Im Gegenteil, ich fuhr hier des Weges, bemerkte diese Schönheit allein im Wald und dachte mir, ob sie vielleicht Hilfe gebrauchen könnte.“ Tamara grinste.
„Sophie, bitte, nur kein Neid, irgendwann findet auch ein blindes Huhn ein Korn.“
„Gut gekontert.“ Lachte, die mit Sophie angesprochene ging zu Tamara, umarmte sie kurz und ging dann weiter zu den Zelten. Tamara sah mich an, drehte sich dann um und ging, ein „bis später“ murmelnd, ebenfalls zu ihrem Zelt. Auch ich ging zu meiner kleinen Behausung und räumte meine Sachen unter das kleine Vorzelt. Es bestand nur aus einer Plane, die ich mir selbst gezaubert hatte. Sie wurde nur eingehängt, auf zwei Stangen gesteckt und mit Nylonschnüren abgespannt. Das Vordach deckte genau die Plane vor meinem Zelt ab. Meine Klamotten verstaute ich im Zelt. Da es ein 2-Personen-Zelt war, hatte es ausreichend Platz, um das zu bewerkstelligen. Ich legte mich ein wenig auf den Schlafsack und war nach wenigen Minuten eingenickt. Die Überfahrt auf der Fähre war wie immer nett, aber erholsam schlafen war anders. Und das merkte ich jetzt nur allzu deutlich. Ich wachte auf, da hatte sich die Sonne schon fast unter den Horizont geschoben. Lautes Geplapper und Lachen schallte durch das Wäldchen. Ich zog mir ein Shirt über, tauschte die Boxer gegen eine kurze Sporthose und gesellte mich an das kleine Feuer, um das sich alle versammelt hatten.
„Na, wieder wach, Reisender?“, fragte ein blonder junger Mann mit langen Haaren freundlich. Ich stellte mich der Gruppe kurz vor und setzte mich dann neben Tamara, bei der noch ein Platz frei war.

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