“ Tamara legte ihre Arme locker um meine Hüften und ihre Hände drückten kurz in meinen Schritt.
„Wir sind nur für die Getränke zuständig. Zu essen holen Merrit und Sophia. Die drehen noch eine Runde heute Nachmittag und kaufen auf dem Rückweg ein.“ Sie rieb noch einmal über meinen Schritt und ruckte ungeduldig mit ihrem Unterleib.
„Los jetzt, ich will was spüren. Heute Nachmittag möchte ich mit dir durch die Düne ans Meer.“
Ich nickte noch einmal, stellte die beiden Benzinhähne auf ON, zog den Choke ein wenig und drückte auf den Starter. Sofort bollerte die alte Dame los. Die beiden Lafranconis erzeugten diesen typischen dumpfen Ton, den nur eine Guzzi hervorbringen kann. Den kurzen Weg vorsichtig entlang, dann nach rechts und die alte Straße am Campingplatz vorbei, durch die verlassene Bergwerksiedlung, dann hatten wir ganz oben Teer unter den Reifen. Tamara drückte sich an mich, ich fühlte ihre Knospen hart werden an meinem Rücken, ihre Hände legten sich um mich in meinen Schoß, und dann konnte es losgehen. Ich kannte mich von früher noch einigermaßen aus. Wir machten eine kleine Tour nach Calasetta. Rund um die kleine Halbinsel herum. In Peonia Rosa machten wir eine Pause für einen Cappuccino und ein Pane Salame. Wir sprachen über Gott und die Welt und ich entdeckte immer mehr von Tamaras Schönheit. Ihre großen, blaugrünen Augen, die beim Lachen so süße Fältchen hatten, ihre wundervoll geschwungenen Lippen, die jedes Mal ihre strahlend weißen Zähne entblößten, von denen die unteren ein klein wenig schief waren, aber das machte sie nur noch natürlicher. Ich erfuhr, dass sie schon 37 war und aus der Nähe von Darmstadt kam. Sie lebte allein und war zurzeit Single. Von Beruf war sie technische Zeichnerin bei der ESA in Darmstadt. Wir unterhielten uns einfach prächtig und lachten viel.
Ein Sommer in Sardinien
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Ein Sommer in Sardinien
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