Ein Sommer in Sardinien

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Ein Sommer in Sardinien

Ein Sommer in Sardinien

Emil Lorenz

Bis ich wieder meinen Kopf über Wasser hatte und mich nach ihr umblickte, war sie schon fast am Strand. Um diese Uhrzeit wurden die Touristen langsam weniger. In 1 Stunde ungefähr, würde es für 2 Stunden eine ganze Reihe von Einheimischen an den Strand ziehen, die hielten sich aber meistens noch auf der anderen Seite des Imbiss-Cafés auf, also fast 0,5 km von uns entfernt. Ich wischte mir das Salzwasser aus den Augen, schwamm Richtung Strand und legte mich neben Tamara in die sanfte Dünung. Das Meer hatte sich scheinbar auch ein kleines Päuschen gegönnt. Wir lagen beide auf dem Rücken, die Augen geschlossen, und genossen es, von dem warmen Mittelmeerwasser umspült zu werden.
„Hast du gesehen? Die anderen liegen etwas weiter vorn.“ Fragte Tamara mit einem Mal, ohne die Augen zu öffnen. Ohne überhaupt den Kopf zu heben, kam von mir ein
„Nope“
Daraufhin wieder Tamara.
„Sind nicht alle, aber Sophia ist auch dabei.“
Ich wurde ein wenig hellhörig, so wie sie es gesagt hatte, nicht so, als wäre es ihr egal.
„Ist da was zwischen dir und Sophia?“, fragte ich nach. Tamara zuckte mit den Schultern, hatte die Augen nach wie vor geschlossen und zog einen Schmollmund.
„Na ja, ist da was, klingt so unbedarft, Sophia ist meine Schwester. Die jüngere von beiden.“ Fügte sie an.
Ich war doch etwas überrascht.
„Klar, das sieht man auch sofort.“ Frotzelte ich los. „Du eine waschechte Irin, und sie eine Spanierin. Wie sollte man da auf etwas anderes kommen?“ Ich wurde wieder ernst.
„Das beantwortet nicht meine Frage.“ Bohrte ich etwas weiter. „Ihr macht nicht den Eindruck eines sich liebenden Geschwisterpaares.“ Tamara drehte sich auf den Bauch und sah über mich hinweg nachdenklich zu ihrer Schwester. Ihre roten Locken fingen schon wieder an zu trocknen.

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