Ein Sommer in Sardinien

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Ein Sommer in Sardinien

Ein Sommer in Sardinien

Emil Lorenz

Ich wollte gerade meine Badehose wieder nach oben ziehen, kam aber nicht mehr dazu. Die Sonne stand noch einen Fingerbreit über dem Horizont, als sich ein Schatten über uns schob. Ich erschrak mehr als Tam, aber sie war ja auch komplett bekleidet. Vor uns stand Sophia und lächelte uns an.
„Gratuliere, Tammy, das ist der Richtige. Hat ein wenig gedauert, aber ich bin sicher, das Warten hat sich gelohnt.“ Ich sah zu ihr hoch. Sie war wirklich eine bezaubernd schöne Frau. Und man merkte sofort, dass sie das auch wusste. Tamara lächelte zurück und sah dann mich an.
„Danke, Soph, das glaube ich auch.“
Sophia nickte und ihr ernstes Gesicht entspannte sich.
„Nachher ist eine kleine Feier angesagt im Lager.“ Erklärte sie: „Die Niederländer fahren morgen wieder nach Hause. Kommt ihr auch?“ Ihr Tonfall wurde dezent provozierend. „Oder gebt ihr heute noch die eine oder andere Vorstellung?“
Tamara wurde etwas rot. Ich konnte nicht einschätzen, ob es vor Scham, oder vor Wut war.
„Hör auf, Soph, du weißt genau, dass das eine Ausnahme war, ich bin kein Pornolieschen, welches es überall treibt, aber du weißt auch, dass ich etwas klarstellen wollte.“ Sie sah Sophia an. Die erwiderte ihren Blick lächelnd.
„Ist alles gut“, sie hob beschwichtigend die Hände, „du kennst mich, ich kann nunmal nicht anders.“ Sophia ließ die Hände sinken und wandte sich zum Gehen.
„Du musst keine Angst haben, Sophia, du bist auch eine wunderschöne Frau.“ Sagte ich gerade so laut, dass sie es hören konnte. Sophia sah sich zu uns um, nickte nochmals und schlenderte zurück zu den anderen, die schon mit gepackten Sachen auf Sophia warteten, um zum Lager aufzubrechen.
„Was sollte das denn?“ Tamaras Stimme hatte eine, na sagen wir mal, gewisse Schärfe. Ich stand auf und zog mir meine Badehose nach oben. Tammy lag noch am Boden und sah zu mir hoch.

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