„Gut im eigenen Saft gegart?“ Stellte sie nüchtern fest und blies sich eine Locke aus dem Gesicht. Ich lächelte zurück und stieg mit einem protestierenden Knarren des Leders von der Sitzbank ab.
„Kann man wohl sagen. Ich hatte zwischendurch schon überlegt, meine Klamotten auszuziehen, aber man möchte ja nicht zu sehr auffallen.“ Sie lachte und ich trat einen Schritt näher in den Schatten der Pinien.
„Ich hatte gehofft, noch ein Plätzchen zu finden.“ Ich ging zwei Meter vor ihr in die Hocke und sah sie fragend an. „Natürlich nur, wenn es niemanden stört.“ Fügte ich hinzu.
Sie machte eine kurze Bewegung mit dem Kopf und meinte:
„Etwas weiter hinten ist bestimmt noch ein Plätzchen frei. Außer uns sind nur noch 2 Pärchen aus Holland und Belgien hier.“ Inzwischen hatten sich meine Augen an die Lichtverhältnisse gewöhnt und ich konnte mir meine Gesprächspartnerin genauer ansehen. Sie war ein außerordentlich hübsches Exemplar. Ihre schulterlangen, rotblonden Locken umrahmten ein wunderschönes Gesicht mit blau-grünen, großen Augen, die mich aus einem See von Sommersprossen anstrahlten. Sie hatte einen orangefarbenen Bikini an, aus dessen Oberteil zwei knackige Brüste hervordrückten. Und sie hatte einen String dazu an, denn ich konnte auch einen ganz kurzen Blick auf zwei feste Pobacken erhaschen, die etwas weiter hinten hervorblitzten. Meine Augen saugten automatisch jede Information auf, die sie bekommen konnten. Dann fragte ich:
„Wer ist uns?“
Sie blies sich wieder eine Locke aus dem Gesicht.
„Uns, sind 10 Mopeds. 7 Mädels und 3 Jungs.“ Sie richtete sich jetzt etwas auf, zog die Beine nach vorn und saß kurz darauf im Schneidersitz vor mir. Atemberaubend dieser Anblick, aber ich konnte beim besten Willen ihr Alter nicht schätzen. Ende 20 sicherlich, aber sie hätte auch Ende 30 sein können.
Ein Sommer in Sardinien
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Ein Sommer in Sardinien
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