„Du willst wirklich von mir wissen, was mit euch beiden los ist?“ Ich konnte es eigentlich nicht glauben. Selten waren zwei Frauen und ihre Konkurrenz untereinander so leicht zu durchschauen wie bei den beiden. Tammy setzte sich ruckartig auf.
„Ich bitte darum, Herr Psychologe.“ Der leicht ätzende Unterton beleidigte mich. Egal, noch einmal 20 Puls mehr bei der Diskussion, die ich im Begriff war anzustoßen, bestimmt nützlich. Ich reichte ihr meine Hand, die sie auch sofort ergriff, und zog sie nach oben in den Stand.
„Da braucht man kein Psychologe zu sein, ein Mann meines Alters weiß das durch seine Lebenserfahrung.“ Ich grinste vielsagend und zog Tamara zu unseren Sachen. Ich schulterte den Rucksack, Tammy bekam das Strandtuch hingehalten. Sie sah mich immer noch fragend und mit großen Augen an. Ihre Hände, welche vor ihrem Körper kleine Kreise machten, sagten deutlich: „Komm zu Potte, Mann, raus mit der Sprache.“ Ich ließ mir Zeit, wir hatten noch fast 2 Kilometer Fußmarsch vor uns. Ich hatte die Wasserflasche in der Hand und hielt sie Tamara hin. Die nahm ein paar große Schlucke und gab sie mir zurück.
„Du spielst auf Zeit, mein Lieber, du schwebst jetzt schon unmittelbar in Lebensgefahr, ich hoffe, das ist dir klar?“ Ich musste leise lachen und auch Tamara grinste breit. Sie knuffte mich mit dem Ellenbogen in die Seite und schüttelte dabei gespielt fassungslos den Kopf. Überspannen wollte ich den Bogen nun auch nicht.
„Tammy, mein Schatz, hast du dir schon mal überlegt, welchen Stress Sophia hat, sich neben dir durchzusetzen? Zu bestehen?“ Ich sah, dass ich mich zu kryptisch ausgedrückt hatte.
„Ihr beide seid zu schön füreinander. Jede von euch ist eine unfassbar schöne Frau. Du, Tammy, aber auch Sophia, das kann man nicht übersehen.
Ein Sommer in Sardinien
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Ein Sommer in Sardinien
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