Ein Sommer in Sardinien

47 33-51 Minuten 0 Kommentare
Ein Sommer in Sardinien

Ein Sommer in Sardinien

Emil Lorenz

Sie war eine absolute Traumfrau. Ihre Muskeln bewegten sich bei jeder Bewegung unter der leicht geröteten Haut. Wie auch immer, für mich war sie, mit Sicherheit eine ganze Ecke zu jung. Ich kannte meine Grenzen mit Ende 40 ganz genau. Aber erfreuen konnte ich mich an schönen Dingen nach wie vor. Ich hatte inzwischen meine Jacke unter eine Pinie gelegt und öffnete jeden Reißverschluss, dessen ich habhaft werden konnte. Mein mit mir gealtertes Guzzi-T-Shirt war vollkommen durchgeschwitzt. Ich wischte mir mit meinem Halstuch über meinen rasierten Schädel.
„Bitte entschuldige kurz, ich gehe mal eben an den Bach. Ich brauche ein bisschen Abkühlung.“ Ich wollte mich abwenden, da fragte sie:
„Willst du ein kühles Bierchen?“ Ich drehte mich wieder um.
„Nicht dein Ernst, das wäre traumhaft.“ Während ich mir am Bach etwas Kühlung verschafft hatte, war sie mit zwei Flaschen Bier, welche sie aus einem größeren Zelt etwas weiter hinten geholt hatte, zurück. Sie hatte nicht nur eine tolle Figur, sondern einen sagenhaften Körper, das sah ich jetzt, als sie mir eine Flasche hinhielt und mich anlächelte. Ich versuchte verzweifelt, mich auf ihr Gesicht zu konzentrieren. Dankbar nahm ich die angenehm kühle Flasche entgegen. Sie öffnete beide Flaschen mit einem Öffner, den sie ebenfalls mitgebracht hatte, und prostete mir zu. Ich tat das Gleiche, setzte an und nahm ein paar große Schlucke.
„Mann, ist das gut.“ Keuchte ich und wischte mir über die Lippen. „Ich bin übrigens Moritz. Sorry, ich habe vollkommen vergessen, mich vorzustellen.“ Ich hielt ihr meine Hand hin.
„Ich bin Tamara.“ Entgegnete sie und ergriff meine dargebotene Hand mit einem erstaunlich festen Händedruck. Wir setzten uns vor ihr Zelt auf eine alte, aber penibel saubere Decke und unterhielten uns ein wenig.

Klicke auf das Herz, wenn
Dir die Geschichte gefällt
Zugriffe gesamt: 2978

Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.

Gedichte auf den Leib geschrieben