Dea schien Nils‘ Nähe zu mögen. Sie machte keinen Hehl aus ihrer Sympathie, und Nils ebenso wenig. Von ihm war ich mich das gewohnt. Ich hatte viel wegstecken müssen in vergangener Zeit, hatte ihn sogar einmal in flagranti in unserem gemeinsamen Schlafraum ertappt. Er war mit der Klamottenverkäuferin von gegenüber zugange gewesen, war tief in ihr drin, und die beiden registrierten meine fassungslose Anwesenheit erst nach Minuten.
Wir setzten uns ins Gras, ich verteilte Tee, und Dea bemühte sich um eine damenhafte Sitzposition, was ihr nur zum Teil gelang. Ihr gelber Slip war zu sehen, was Nils nicht entging. Was eigentlich macht den Blick unters Röckchen für Männer so faszinierend? Er hatte ihr Höschen doch bereits in der Bibliothek gesehen, als sie auf der Leiter stand?
Dea radebrechte auf Englisch, flirtete mit den Augen und entspannte sich allmählich. Ihre Sitzposition wurde dadurch immer weniger damenhaft. Beim genauen Hinsehen war sogar ein bisschen tiefschwarzes Schamhaar auszumachen: Der Slip war klitzeklein. Möglicherweise ist die Intimrasur bei Filipinas bis heute weniger angesagt als bei uns. Möglicherweise ist es dieses Atavistische, Wilde, das Männer derart auf diese Frauen fliegen lässt.
Wortlos rückte Dea ihr Höschen zurecht. Die Geste wirkte auf Nils ausgesprochen einladend, zumindest interpretierte ich sein Räuspern so. Während wir die Souvlaki im Mund zergehen liessen, schliefen die beiden miteinander, irgendwie. Jeder weitere Schluck, den Dea von der Flasche nahm, schien sie sexuell zu stimulieren, jede Handbewegung von Nils hätte geradezu eine Fingerbewegung an Deas Fötzchen sein können.
War ich eifersüchtig? Liebte ich Nils etwa tatsächlich? Mal ehrlich: Was ich wirklich mochte an ihm, war seine direkte Art, die Möglichkeit, mit ihm Sex ohne Umschweife haben zu können, überall und immer. Und, ja, Nils hatte einen sehr angenehmen Schwanz, der sich lustvoll in mich schmiegte. Aber Nils als Person? Da gab es Bessere, eindeutig!
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