Die Liebe aber bleibt

Ein Sommer mit Anita

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Die Liebe aber bleibt

Die Liebe aber bleibt

Anita Isiris

Dea spielte an den Trägern ihres Röckchens, zupfte den Stoff über ihren runden Brüsten zurecht. Und Nils schaute, schaute, schaute. Dann sah ich sie, die Wölbung in seiner Hose. Ich kam mir überflüssig vor. Hätte ich gefehlt, die beiden wären übereinander hergefallen, wie Tiere. Ich erinnerte mich an einen kurzen Aufenthalt in einem Regenwald in der Nähe von Darwin. Es gab da einen trüben Tümpel, und niemand wusste so genau, was sich dort drin bewegte. Ein junges Paar liess sich nicht von einem Bad abhalten. Er hatte eine Kamera dabei und filmte seine Geliebte ununterbrochen. Sie hatte sich bis auf die Unterwäsche ausgezogen, und der Stoff war nass: Die Brustwarzen des Mädchens waren gut zu sehen und Gegenstand der Begierde ihres Lovers. Die beiden kamen sich näher, ein inniger Zungenkuss folgte, und selbst in diesem intimen Moment hielt er mit der Kamera auf sie drauf. Dann sahen sich die beiden um. Ich zog mich zurück. Die wohlig-klebrige Wärme gab den beiden wohl den Rest. Sie waren spitz wie nur was. Er fetzte ihr den BH weg, und während ich mich entfernte, hörte ich ihr lang gezogenes Stöhnen. Er war in sie eingedrungen. Sie vögelten wie Frettchen, inmitten von Krokodilen und was der gefährlichen Dinge mehr sind.

Ähnliches war hier zu erfühlen: Unausgesprochene, nicht verbalisierte aufkeimende, dann brodelnde Geilheit zwischen Dea und Nils.

Ich gab mich freundlich-kühl, räumte den Abfall zusammen, entsorgte ihn und nahm aus dem Augenwinkel heraus wahr, wie Dea Nils mit ihrem nackten Fuss anstupste. Ein klares Zeichen. Nun ja. Ich würde den Nachmittag mit Arbeit verbringen, es stand die Erweiterung des Archivs an. Dea würde ich mit weiteren Reinigungsarbeiten beschäftigen müssen. Und Nils? Der machte sowieso, was er wollte – oft fragte ich mich, ob er überhaupt arbeitete.

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