Und scheinbar wird auch ihr jetzt erst bewusst, dass sie mich zu sich nach Hause eingeladen hat, das zumindest verrät, mir ihr Gesichtsausdruck. „Keine Angst, ich werde dich nicht lange belästigen, ich möchte wirklich nur Kleopatra kennenlernen.“ versuche ich zu beschwichtigen, was auch zu wirken scheint. Trotzdem ist ihr Lächeln etwas unsicher.
So tauschen wir unsere Telefonnummern aus und sie nennt mir ihre Adresse, die nur einige Straßen von da entfernt liegt, wo ich wohne. „Also, bis morgen.“ verabschiede ich mich, „Ich freu mich wirklich.“ „Bis dann.“ lächelt Silvia zurück, bevor sie sich zum Gehen wendet. Ich stelle fest, dass sie auch von hinten eine tolle Figur macht. Die Marlene-Hose umschmeichelt bei jedem Schritt ihre langen Beine, während ihr knackiger Hintern vom Stoff fest umschlossen ist. Ich kann nicht anders, muss meinen Blick auf ihr ruhen lassen, bis sie um die nächste Ecke entschwunden ist. Erst einmal setzen und bei der neuen Kellnerin ein Bier bestellen. Gerne bleibe ich noch eine Weile sitzen, betrachte die vorbeiziehenden Menschen, lasse aber vor allem die unerwartete Begegnung mit der zauberhaften Frau auf mich wirken. Auf dem Heimweg gehe ich noch schnell in die kleine, örtliche Pralinenmanufaktur, um eine Schachtel mit sechs ausgesuchten Köstlichkeiten zu kaufen. Die ganze Zeit geht mir Silvia nicht mehr aus dem Kopf, auch in der Nacht nicht, und als ich Samstagmorgen aufwache, habe ich eine derart stramme Morgenlatte, dass ich mir noch vor dem Aufstehen mit ein wenig Handentspannung Erleichterung verschaffen muss.
Am Vormittag erledige ich meine Einkäufe, schaue aber zwischendurch immer wieder zum Telefon, denn ich habe die Befürchtung, meine Katzenlady könnte anrufen und aus einem fadenscheinigen Vorwand absagen, da sie der Mut verlassen hat. Mir wird bewusst, dass ich schon viel zu lange nicht mehr mit einer Frau zusammen war. Doch sie ruft nicht an. So stehe ich frisch geduscht und rasiert, in weißem Leinenhemd und heller Sommerhose, pünktlich vor ihrer Tür. Mit einem freundlichen „Hallo, komm rein“, gefolgt von einer ausholenden Armbewegung öffnet sie mir. Silvia ist noch schöner als gestern. Ihr langes Haar ist offen, umrahmt ihr Gesicht, dazu trägt sie ein einfarbig helles T-Shirt, eng, aber nicht zu eng geschnitten. Trotzdem ist ihr Spitzen-BH darunter zu erahnen. Kombiniert hat sie das Oberteil mit einem luftig weiten, knöchellangen Sommerrock mit Blumenmuster. Während sie die Tür schließt, krame ich schon in meinem Stoffbeutel. „Bitte sehr, für die Dame des Hauses.“ grinse ich und drücke Silvia eine Tüte mit Leckerli für Kleopatra in die Hand. „Danke.“ grinst sie zurück, „Du weißt, was sich gehört.“
Ein unglückliches Zusammentreffen
Die Katzenlady - Teil 1
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Ein unglückliches Zusammentreffen
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Glückwunsch
schreibt Petra