Danach machen wir es uns gemütlich und lernen zusammen wie geplant“, schlug sie vor und versuchte, die Situation zu retten.
„Ich habe schon zugesagt. Ich kann jetzt nicht einfach absagen.“
Leonie sah sie an, ihre Stimme brach leicht. „Ist das wirklich dein letztes Wort?“
Sie schluckte. „Denkst du eigentlich nur noch an Spaß und vergisst deine beste Freundin? Du weißt, wie wichtig diese Klausuren für mich sind. Aber das scheint dir egal zu sein. Du machst alles mit links – ich nicht. Für mich steht viel auf dem Spiel.“
Sie stand auf. „Wenn du es dir anders überlegst und lernen willst, kannst du mich jederzeit anrufen.“
Wütend verließ sie die Wohnung, die plötzlich so leer wirkte wie ihre Worte.
Sophie seufzte und strich sich ein paar Haarsträhnen aus dem Gesicht. Sie spürte die Wahrheit in Leonies Vorwürfen. Lernen war ihr nie schwergefallen. Doch der Alkohol und das Haschisch, die ihr beim Reiten das nötige Gefühl gaben, legten sich bei Klausuren wie ein lähmender Schleier über ihren Geist. Die letzten Prüfungen hatte sie gründlich vermasselt – etwas, das sie Leonie verschwieg.
Sie wollte duschen und dann die Wohnung etwas aufräumen, bevor ihre Freunde sie zur Party abholten. Und sie nahm sich fest vor, Leonies Worte ernst zu nehmen. Heute würde sie feiern, vielleicht jemanden mit nach Hause nehmen, endlich wieder eine Nacht voller Leidenschaft erleben – doch morgen würde sie Leonie anrufen, um gemeinsam zu lernen.
Nach der Dusche machte sie sich für die Party zurecht. Roter Lippenstift ließ ihre Lippen noch verführerischer wirken, schwarze Lidstriche hoben ihre Augen hervor. Sie schlüpfte in ihre „Fick-mich-Dessous“, wie sie die raffinierte Unterwäsche nannte, und zog ein knappes, schwarzes Etuikleid darüber, dass ihre Figur wie eine zweite Haut umschloss.
Ein Vierer der Ekstase
Sophie von Wolfenstein - Teil 3
30 23-35 Minuten 0 Kommentare
Ein Vierer der Ekstase
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