Ein Whirlpool voll Glück

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Ein Whirlpool voll Glück

Ein Whirlpool voll Glück

Sophie Andrell

Verena wacht in Toms Loft in der Lower Eastside auf. Durch die bodenlangen blauen Vorhänge fällt gedämpftes Licht. Die Digitalanzeige des Weckers zeigt vierzehn Uhr. Sie rekelt sich und steht auf. Auf dem Stuhl neben ihrem Kleid liegt ein Zettel. Sie nimmt die gefaltete Botschaft und liest:
„Mache dir einen schönen Tag! Denk an die Uhr und vergiss dein Handy nicht! Ich melde mich später. TC“
Also gut, denkt Verena resigniert. Mister Catnoff ist zu beschäftigt. Sie würde sich auch ohne ihn amüsieren. Sie sieht an ihrem nackten Körper herunter. Dann nimmt sie Toms schwarzen Morgenmantel vom Haken und probiert ihn an. Die Ärmel reichen bis weit über ihre Hände. Sie sieht sich um und öffnet eine Schranktür. Ihr Blick fällt auf eine Reihe von zwei Dutzend dunklen Maßanzügen. Sie öffnet die nächste Tür und greift nach einem dunkelblauen Kaschmirpullover mit V-Ausschnitt. Sie schlüpft hinein und stellt überrascht fest, dass er ihr beinahe passt. Sie zieht eine Schublade mit Unterhosen auf und greift nach einer schwarzen Boxershort, mit der sie ihren nackten Po bedeckt. Dann öffnet sie die Tür.
Sie sieht eine Front mit drei bodentiefen Fenstern, die von weißen Seitenschals begrenzt sind. Das Parkett ist dunkel, fast schwarz. Rechts steht eine imposante weiße Ledercouch, davor ein winziger Tisch aus grauem Carrara-Marmor. Sie sieht sich um. Die Wände sind weiß und schmucklos. Links steht die makellos saubere Küchenzeile. Davor ist eine Theke mit zwei winzigen Stühlen. Ob er Freunde hat? Verena konnte sich nur schwer vorstellen, dass er gesellig war.
Sie sieht drei weitere Türen, die verschlossen sind. Sie geht zur ersten und dreht an dem silbernen Knauf. Abgeschlossen. Dasselbe bei der zweiten Tür. Wo hatte er geschlafen? Etwa auf der Couch? Oder gab es ein weiteres Schlafzimmer? Sie öffnet die dritte Tür und sieht eine riesige Badewanne mit eingelassenem Whirlpool. Wow! Denkt sie. Beinahe wie in „Pretty Woman“.
Pretty Woman, walking down the Street…“, trällert sie vergnügt. Sie setzt sich auf den Wannenrand und lässt warmes Wasser einlaufen. Dann geht sie zum Kühlschrank. Sie nimmt den Kanister mit dem Orangensaft heraus und gießt sich ein Glas ein. Später liegt sie entspannt im warmen Wasser und genießt das sanfte Prickeln der Düsen. Neben ihr steht ein Teller mit zwei Schinkensandwiches. Sie hat die Augen geschlossen und hört Musik.
„Strangers in the Night…“, tönt es durch den Raum.
“Something in you smile was so exciting
Something in my heart told me I must have you…”
Sie stellt sich vor, wie sie mit Tom Hand in Hand durch den Centralpark spaziert.

Thomas beugt sich über Helens Monitor.
„Gut! Spielen Sie die drei Szenarien durch. Beginnen Sie mit einem internen Zinsfuß von vier Prozent!“
Er sieht zur Uhr.
„Ich nehme an, Sie kommen eine Weile ohne mich klar. Ich habe noch etwas zu erledigen.“
Damit verlässt er das Büro.

Verena erschrickt, als die Tür aufgeht und Thomas im Raum steht. Ihr Körper ist bis zum Hals von Badeschaum bedeckt. Er sieht sie an und schmunzelt.
„Hättest du etwas dagegen, wenn ich dir Gesellschaft leiste?“
Sie taucht unter, bis nichts mehr von ihr zu sehen ist. Dann taucht ihr nasser Kopf wieder auf. Sie reibt sich den Schaum von den Lidern, öffnet die Augen und schüttelt den Kopf. Dazu strahlt sie ihn an. Thomas öffnet sein Hemd. Sein Anblick macht sie trunken. Er steigt aus der Hose, zieht seine Socken aus und lässt sich im Wasser nieder. Er taucht unter und nimmt ihre weiche Warze zwischen die Lippen. Dann packt er ihren Hintern und knetet ihn mit festem Griff. Ihr Pulsschlag beschleunigt sich. Sie öffnet die Lippen und genießt seinen Kuss mit geschlossenen Augen. Sein Penis hat sich aufgerichtet.
„Fass ihn an!“, weist er Verena an.
„Mehr!“
Verena fasst fester zu.
„Noch fester! Auch die Eichel!“
Sie quetscht seine empfindliche Kuppe ebenso fest zusammen, wie sie es letzte Nacht mit ihrer Klitoris tat. Thomas stöhnt auf. Dann presst er ihre Schenkel mit festem Griff auseinander und dringt roh in sie ein. Ihr Puls rast. Er wartet, bis sie sich etwas beruhigt hat. Sanft umkreist er ihre Nippel. Sie gibt sich dem Wechselspiel ihrer Empfindungen hin. Er beißt in ihre Brustwarze. Ihr ist, als träfe sie ein Stromschlag. Er beginnt, sich mit peitschenhiebartigen Stößen in ihr zu bewegen. Verena ist völlig weggetreten. Die Wellen ihrer Lust tragen sie hinüber in ein anderes Universum. Ihr Körper ist schwerelos. Sie scheint zu schweben. Sie geht etwas sehr Großem entgegen, einer nie dagewesenen Dimension der Lust.
Thomas zieht seinen Penis aus ihrer Scheide. Er greift nach ihrer Klitoris und presst sie fest zusammen. Dann lässt er los. Das wiederholt er so lange, bis sie mit einem langen Schrei kommt. Als sie die Augen öffnet, sieht sie kleine, schwarze Kreise. Er packt seinen Schwanz mit festem Griff und reibt ihn so lange, bis sein Sperma ins Wasser schwillt.
Thomas trocknet sich ab und zieht sich an. Verena hat einen Badmantel übergestreift und sich ein Handtuch um den Kopf gebunden.
„Ich muss wieder ins Büro. Hier ist dein persönlicher Zahlencode für den Lift. Ich sage am Empfang Bescheid. Bitte vergiss nicht, die Uhr und dein Handy mitzunehmen, wenn du den Loft verlässt. Bis später!“
Damit verlässt er den Raum.

Diese Episode ist „New York und anderswo“ enthalten. Das E-Book ist der dritte Teil von „In Verenas Welt“.

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