Eine dankbare Mitarbeiterin

Auf dem Reiterhof - Teil 2

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Eine dankbare Mitarbeiterin

Eine dankbare Mitarbeiterin

Alnonymus

Wie sich aber denken lässt, finde ich erst Schlaf, nachdem ich mir ausgiebig einen runtergeholt habe.

Den ganzen nächsten Vormittag geht meine Mitarbeiterin mir geflissentlich aus dem Weg, doch am Nachmittag, als meine Sekretärin im Feierabend ist, entkommt sie mir nicht. „In mein Büro, … SOFORT!“, raune ich ihr unmissverständlich zu. Mit starrem Blick folgt sie mir, denn sie ahnt, was auf sie zukommt. So sitzt sie Augenblicke später genau da, wo gestern Abend noch ihr Liebhaber saß. „Sag mal, hast du den Verstand verloren? … Du vögelst mit einem verheirateten Kunden?“, fahre ich sie mit strenger, erhobener Stimme an, „ich kann mir ja vorstellen, dass es ein Vergnügen sein muss, sich von so einem strammen Hengst besteigen zu lassen, aber hast du mal an die Konsequenzen gedacht?“ Ich bin recht laut, während meine Gegenüber immer mehr in sich zusammensinkt. So emotional hat sie mich noch nie erlebt, denn allgemein bin ich ruhig und gelassen. „Den Ärger, den er mit seiner Frau hat, wenn das rauskommt, den steckt er weg. Du bist vermutlich nicht seine erste Affäre. … Aber dich kann es, verdammt noch mal, den Job kosten. Denkst du auch mal mit deinem Kopf, oder nur mit deiner Muschi?“ Rosemarie schaut mich fast schon verzweifelt an, bevor sie mir mit leiser Stimme das Gleiche erzählt, wie ihr Liebhaber gestern Abend. „Wir dachten wirklich, dass niemand mehr da ist“, schließt sie, „und was wird jetzt?“ Ich schaue sie lange und mit strengem Blick an: „Da ich gestern nichts gesehen habe, kann ich auch nichts verraten, also ist euer Geheimnis bei mir sicher. Außerdem will ich meine beste Mitarbeiterin bestimmt nicht wegen so einem Scheiß verlieren.“ „Danke, … du bist echt toll“, ist die Erleichterung in ihrer Stimme nicht zu überhören. Fast habe ich den Eindruck, sie wäre am liebsten aufgesprungen und mir um den Hals gefallen.

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