„Ausreden werde ich dir den Typen wohl kaum können, aber ich werde Maßnahmen ergreifen, um dich vor dir selbst zu schützen. … Außerdem kommst du um eine Strafe nicht herum“, verkünde ich mit ruhiger Stimme. „Natürlich werde ich tun, was du sagst“, antwortet meine Gegenüber ohne Zögern. „Also, du wirst gleich anfangen, die Rumpelkammer gründlich sauber zu machen und aufzuräumen, die hat es nämlich echt nötig“, fordere ich sie auf. Ihre fragenden Blicke treffen mich, denn scheinbar hat sie mit einer anderen, schlimmeren Strafe gerechnet. Dazu muss man wissen, dass die bei uns sogenannte Rumpelkammer ein Raum ist, in dem lange vor meiner Zeit feuergefährliche Dinge gelagert wurden. Deshalb ist der Raum nicht nur mit einer dicht schließenden Stahltür versehen, sondern hat ein ebenso dicht schließendes, von außen vergittertes Fenster mit Ornamentglas. Derzeit benutze eigentlich nur ich den Raum, um in den Regalen und Schränken solche Dinge zu lagern, die kaum noch gebraucht werden, aber zu schade sind, um sie wegzuwerfen. Außerdem stehen dort ein altes, aber gut erhaltenes Sofa, ein alter Esstisch mit zwei Stühlen, sowie ein zusammenklappbares Feldbett. Dazu kommt noch ein Haufen mit Pferdedecken in der Ecke.
„Du weißt, mein Büro ist immer offen, und der Schlüssel ist der, mit dem gelben Anhänger, der unten rechts im Schlüsselkasten drüben an der Wand hängt“, kann ich mir ein Grinsen kaum noch verkneifen, „und wenn es euch mal wieder überkommt, dann holst du dir bitte den Schlüssel. Wenn man nämlich die Rumpelkammer von innen abschließt, ist man mit Sicherheit ungestört. … Und da drinnen gibt’s ja wohl genügend Möglichkeiten, um sich ein wenig … Entspannung … zu verschaffen.“ Ich merke, wie die Information nur tröpfchenweise in Rosemaries Gehirn vordringt, und sie wie in Zeitlupe begreift, was ich gesagt habe.
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