„Du meinst, ich darf, … wir können, … da …“, stottert sie, während sie mich mit fragendem Blick ansieht. „Genau“, grinse ich sie unverhohlen an, „da findet man bestimmt Möglichkeiten zur Entspannung, ohne entdeckt werden zu können, nur zu laut sollte man dabei nicht sein. … Ich hab’ ja gesagt, dass ich Maßnahmen ergreifen muss, um dich vor dir selbst zu schützen. … Aber denk daran, offiziell weiß ich von nichts.“ Mit allem hätte sie wohl gerechnet, aber sicherlich nicht damit. „Danke, danke, du bist …“ schüttelt Rosemarie den Kopf. „Ich weiß, ich bin der weltbeste Chef, den sich eine Mitarbeiterin wünschen kann“, grinse ich immer noch, „aber jetzt sieh zu, dass du an die Arbeit kommst, bevor ich es mir noch anders überlege.“ Ich glaube, so schnell hat noch niemand mein Büro verlassen.
Tatsächlich ist die Rumpelkammer schon zum nächsten Feierabend pikobello sauber und aufgeräumt. Bereits einige Tage später bemerke ich zum ersten Mal das Fehlen des Schlüssels, was von da an immer wieder mal vorkommt. Die Sache scheint sich also zu bewähren. Wobei mir einmal auffällt, dass der Schlüssel fehlt, obwohl ich Herrn Laubheim nicht gesehen habe. Ob es noch einen anderen Liebhaber gibt, mit dem sie sich vergnügt? Es sei dieser attraktiven, lebenslustigen Frau gegönnt. Kurz überlege ich sogar, heimlich eine unauffällige, bewegungsgesteuerte Spionagekamera zu verstecken, doch das würde zu weit gehen, obwohl mich die geilen, kleinen Filmchen sicherlich ziemlich scharf machen würden. Schließlich konnte ich ja schon einmal live zusehen.
Vier Wochen später, es ist ein warmer, aber regnerischer Frühsommerabend, werde ich dann völlig überrumpelt. Wie üblich habe ich nach Feierabend geduscht, und, da ich nichts mehr vorhabe, bin ich gleich in meine Boxershorts und mein T-Shirt geschlüpft.
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