Eine Hand im Dunkeln

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Eine Hand im Dunkeln

Eine Hand im Dunkeln

Chloé d'Aubigné

Doch ihr Atem wurde flacher, als die Finger sich erneut bewegten.
Sie strichen über ihren Unterarm und die feinen Härchen, die sich dabei aufstellten. Wieder und wieder. Jede Bewegung ein wenig sicherer, ein wenig fordernder.
Sie biss die Zähne zusammen, ohne es zu merken. Auf der Leinwand küssten sich die Figuren, irgendwo in einer anderen Welt, die nichts mit dieser hier zu tun hatte.
Die Hand wanderte weiter. Vom Unterarm zum Ellenbogen. Dann höher, zum Oberarm.
Die Person neben ihr neigte sich leicht zu ihr.
Sie spürte die Bewegung und blieb still sitzen. Es war weniger ein Schatten, der näher kam, als eine Wärme, die nun mehr Raum um sie herum einnahm.
Der erste Kuss überraschte sie. Er war so leicht, dass sie sich kurz fragte, ob sie ihn sich eingebildet hatte. Instinktiv schloss sie die Augen und öffnete sie gleich wieder. Sie wollte nicht riskieren, dass die Person neben ihr etwas als Bruch der Vereinbarung verstand und ging.
Der zweite Kuss war sicherer. Wärmer. Länger. Die Lippen verweilten auf ihrer Haut, leicht geöffnet, und sie spürte den Atem der anderen Person an ihrem Hals.
Ihre Hand krallte sich in den Sitz. Sie wollte kein Geräusch machen, nichts verraten. Doch ihr Körper reagierte von selbst. Ein Zittern lief durch ihre Oberschenkel.
Die Hand auf ihrem Arm wanderte weiter. Langsam. Vorsichtig. Tiefer, zu ihrem Oberschenkel.
Fast unwillkürlich öffnete sie die Beine ein wenig. Die Hand nahm die Einladung an und glitt unter den Saum ihres Rocks. Die Finger strichen erst über ihren Slip. Sie war sicher, dass die andere Person spüren konnte, wie erregt sie bereits war. Die Hand hielt kurz inne. Sie bewegte sich ihr entgegen, und erst dann glitten die Finger unter den Stoff. Als sie ihre Schamlippen berührten, erschauerte sie. Das Gefühl durchfuhr sie bis in die Zehenspitzen.

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