Eine Kreuzfahrt

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Eine Kreuzfahrt

Eine Kreuzfahrt

Sven Solge

Danach brauchte sie nur noch einchecken und der Urlaub konnte beginnen.

Und tatsächlich, kaum war sie in die schmale Zufahrtstraße eingebogen, sah sie schon einen Mann mit roter Jacke. Ein kurzer Blick, auf eine Liste, die er in der Hand hielt, genügte und er winkte sie auf den Parkstreifen. Die Übergabe dauerte nur wenige Minuten und als der Mann mit ihrem Wagen davon fuhr, war ihr doch etwas wehmütig zuwege. Der freundliche Holländer hatte ihr noch gezeigt, wo sie hingehen müsste und folgte nun den Angaben.

Alles war perfekt organisiert. Ihr wurde zuerst der Koffer abgenommen, dann noch ihre Reiseunterlagen überprüft und für den Bordausweis fotografiert, der später auf ihrer Kabine liegen würde.

Ihre Kabine war noch nicht ganz fertig und man riet ihr, sich schon etwas das Schiff anzusehen. Da sie nur noch ihre kleine Reisetasche zu tragen hatte, machte sie sich auf zum Oberdeck.

Die Menschen, die schon oben an Deck standen, schienen überwiegend alte Kreuzfahrt-Hasen zu sein. Denn sie bewegten sich sehr sicher. Es waren überwiegend Paare, aber auch einige Solo. Deutlich spürte sie die abschätzenden Blicke, die sie trafen, was sie etwas beunruhigte. War sie es doch nicht gewohnt, so beobachtet zu werden. Im ersten Moment wollte sie sich wieder unter Deck begeben, doch dann drückte sie ihr Kreuz durch und stellte sich an die Reling und beobachtete das rege Treiben im Hafen. Und Amsterdam war wirklich ein schöner Hafen. Vor allen Dingen war heute strahlender Sonnenschein, der das Wasser und die Hafenanlagen in ein gleißendes Licht tauchte. Ideales Licht zum Fotografieren.

Jennifer holte ihre Nikon aus der Tasche, fotografierte und filmte das Schiff und die Umgebung.

Das sie dabei interessiert von einem Mann beobachtet wurde, bemerkte sie nicht. Sie wanderte um des ganze Oberdeck und nach einer guten halben Stunde, machte sie sich auf den Weg, ihre Kabine zu suchen.

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