Eine Kreuzfahrt

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Eine Kreuzfahrt

Eine Kreuzfahrt

Sven Solge

Ihre Kabine lag auf Deck 6 und bis sie die gefunden hatte, hatte sie sich hilflos verfranzt. Erst als ein freundlicher Steward sie bis vor ihre Kabinentür brachte, war sie erleichtert. Sie hatte eine Innenkabine, die deutlich billiger war, gebucht. Und außerdem wollte sie sich mehr außerhalb der Kabine aufhalten. Zum Schlafen würde das reichen.

Ihr Koffer war schon da und auf dem breiten Bett lagen die Papiere, einschließlich der Schlüsselkarte, die an Bord auch zum Bezahlen genutzt wurde.

Nachdem sie ihren Koffer ausgepackt hatte, nahm sie ihren Fotoapparat und machte sie sich wieder auf den Weg zum Oberdeck, um das Ablegemanöver zu beobachten. Dieses Mal achtete sie genau auf den Weg, um später ihre Kabine wieder zu finden.

Es war ein erhabener Anblick, als sich der Kollos vom Pier löste und langsam in die Fahrrinne trieb. Jenifer machte ein Paar Videos und nachdem sie in einer Schleuse auf das Niveau der Nordsee abgelassen worden waren, begann die eigentliche Kreuzfahrt Richtung Island.

Bei der Buchung hatte man ihr geraten, die erste Tischzeit um 18:30 Uhr zu nehmen, um danach das Theater aufzusuchen.

Sie hatte sich bewusst für einen größeren Tisch entschieden, damit man gleich ein paar Leute kennen lernen konnte. Der Kellner geleitete sie zu einem sechser Tisch, an dem schon ein Paar saß, die sich mit Marlies und Lars vorstellten. Als alte Hasen, boten sie Jennifer gleich das du an, was ihr natürlich sehr entgegen kam, man unterhielt sich so leichter.

Wenig später kamen noch Freya und Lilly an ihren Tisch, die, wie sich erst später herausstellen sollte, lesbisch waren. Sich aber unglaublich freundlich einfügten. Vor allen Dingen Freya konnte Lebhaft erzählen.

Sie waren schon bei der Vorspeise, als auch der letzte Platz besetzt wurde.

„Entschuldigt bitte meine Verspätung, ich habe total die Zeit verpennt. Ich heiße Marten!

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