Immer wieder versuchte er sie ins Gespräch einzubeziehen. Legte ihr ab und zu eine Hand auf den Arm oder auf die Hand, wenn sie sie auf dem Oberschenkel liegen hatte. Die Empfindungen, die dann durch ihre Adern strömten, waren ihr völlig fremd und irritierten sie.
Nach einer Nacht mit wirren Träumen, die wohl von dem ungewohnten, ständigen Vibrieren des Schiffkörpers hervorgerufen wurden, ging sie noch etwas müde zum Frühstück. Hier war freie Platzwahl, sodass sie sich für einen Zweiertisch mit Ausblick auf das Meer entschied. Das Buffet war reichlich und so schwelgte sie in den Genüssen fremdartiger Speisen. Der Kellner kam und bot ihr Kaffee oder Tee an und stellte ihr dann eine chromblitzende Kanne auf den Tisch, nachdem sie sich für Kaffee entschieden hatte.
„Guten Morgen Jennifer, darf ich mich zu dir setzen?“, fragte Marten, der plötzlich neben ihr stand. Erschrocken sah Jennifer auf. Mit allem hatte sie gerechnet, aber nicht so früh schon Marten zu treffen. Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals, als sie ihm antwortete: „Guten Morgen Marten, natürlich!“ Dabei deutete sie auf den Platz vor sich.
Marten stellte sein Tablett auf den Tisch und setzte sich. „Du bist aber schon früh auf, konntest du nicht mehr schlafen?“, fragte er mit einem geheimnisvollen lächeln, auf den Lippen.
Jennifer schaute wie gebannt auf diesen sinnlichen Mund. „Wie es sich wohl anfühlt, von diesen Lippen geküsst zu werden?“ Schoss es ihr durch den Kopf. Schüttelte dann aber innerlich den Kopf über solche Gedanken.
„Ich bin eigentlich immer früh auf. Hier kommt noch die ungewohnte Umgebung und das Vibrieren des Schiffes hinzu. Ich habe etwas unruhig geschlafen.“
„Hast du von mir geträumt?“, fragte er schelmisch.
„Was bildet sich der Kerl denn ein?“ Jetzt war Jennifer doch etwas überrascht, entschloss sich aber, darauf nicht zu reagieren.
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