Haben sie Schmerzen?“
„Mein Kopf tut weh!“ Dann spürte sie wie der neue Mann ihr Augenlied hoch zog und sie mit einer Lampe blendete. Scheinbar war der Arzt gekommen.
„Sie haben eine Gehirnerschütterung, wir bringen sie jetzt erst mal auf die Krankenstation!“
Sie wurde hochgehoben und auf eine Trage gelegt. Die rumpelnde Fahrt, tat ihr weh und immer, wenn es über eine Türschwelle ging, hätte sie schreien wollen, aber es kam nur ein dumpfes Stöhnen aus ihrem Mund. Endlich waren sie in der Krankenstation angekommen und mit vereinten Kräften wurde sie auf ein Bett verfrachtet.
Langsam nahm sie ihre Umgebung besser wahr. Der Arzt stellte sich mit Dr. Sartini vor und untersuchte sie erneut.
„Frau Legner, sie haben eine leichte Gehirnerschütterung, können sie sich erinnern, wie das passiert ist?“
„Nein, das weiß ich nicht! Plötzlich war alles dunkel. Ich bin erst wieder zu mir gekommen als mich ein Mann angesprochen hat, mit dem ich wohl zusammen gestoßen bin. Ich kann mir nicht erklären, wo der auf einmal her gekommen ist.“
„Wir werden sie gleich noch röntgen, wir wollen sicher gehen, dass sie keinen Blutung im Gehirn haben. Sie sollten die Nacht hier in der Krankenstation bleiben, damit wir sie unter Beobachtung haben. Ich gebe ihnen noch etwas gegen die Kopfschmerzen und dann wird man sie gleich zum Röntgen bringen. Sollte ihnen übel werden sagen sie nur Bescheid.“
Die Nacht verlief ruhig, da man ihr ein Schlafmittel gegeben hatte. Auch das Röntgen war ohne Befund geblieben und als der Arzt kam, entließ er sie mit der Auflage sich zu schonen.
„Legen sie sich in die Sonne und genießen sie die frische Luft. Bitte keinen Sport und vorerst auch nicht Tanzen. Vermeiden sie jede Anstrengung! Kommen sie morgen bitte noch mal in die Krankenstation, damit ich sehen kann wie es ihnen geht und bringen sie ihre Versicherungskarte mit.“ Dann war sie entlassen.
Mit unsicheren Schritten machte sie sich auf den Weg zu ihrer Kabine und war froh als sie sich auf ihr Bett setzen konnte. Plötzlich verspürte sie Hunger, aber jetzt zum Frühstück zu gehen traute sie sich nicht, deshalb bestellte sie etwas per Telefon. Eine halbe Stunde später klopfte es und der Steward brachte ein Tablett mit ihrem Frühstück, das sie mit gutem Appetit verputzte.
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