Etwas verlegen bestätigte sie ihrer Kollegin die Vermutung. „Aber woher kannst du wissen, dass er da war?“
„Nun, weil er vorgestern mal wieder da war, zwei Joghurt gekauft hat und ganz enttäuscht war, weil er dich nicht gesehen hat. Da habe ich ihm den Tipp gegeben nächsten Tag wieder zu kommen, weil du von 15 – 22 Uhr Dienst hast.“
„Aber das kannst du doch nicht einfach machen!“, empörte sich Lara. Musste dann aber doch dankbar grinsen und ihre Kollegin umarmen. Dann erzählte sie Roswita von den Mozartkugeln und wie er mit dem Schild die Kasse gesperrt hatte.
„Sage ich doch, das ist ein ganz lieber! Außerdem sieht er auch verdammt gut aus!“, bekräftigte sie noch ihre Feststellung.
-*-
Silas war in Gedanken immer noch bei der süßen Kassiererin. Er war immer noch über seinen eigenen Mut überrascht. Im Grunde war das nicht seine Art, war eher zurückhaltend. Aber dieses Mädel hatte ihn erwischt und verfolgte ihn Tag und Nacht. Ja er hatte sogar schon von ihr geträumt.
Ein seltsamer Traum. Er war in den Markt gekommen und zwischen den Regalen rumgelaufen. Plötzlich stand sie vor ihm, lächelte ihn wissend an und küsste ihn. Der Kuss war so intensiv, dass er davon aufgewacht war. Dieses Gefühl verfolgte ihn nun schon Stunden.
Am Nachmittag ging er wieder in den SB-Laden. Mit klopfendem Herzen ging er zur Kasse und wurde enttäuscht, keine Lara.
Betrübt zahlte er und ging zum Ausgang.
Bevor er die Straße betrat, entdeckte er die Tafel. Gesehen hatte er sie schon öfter, aber er war noch nie ran getreten. Hier konnten von Kunden Sachen annonciert werden, die sie verkaufen, oder auch verschenken wollten. Er hatte seine kleine Wohnung zwar weitestgehend eingerichtet, doch ein vernünftiger Couchtisch fehlte ihm noch. Leider gab es aber nichts Passendes.
Er wollte sich gerade abwenden, als er ein kleines Plakat des Marktbetreibers entdeckte:
>Lagerarbeiter auf 400 € Basis gesucht!
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