Eine Nacht im Supermarkt

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Eine Nacht im Supermarkt

Eine Nacht im Supermarkt

Sven Solge

Silas bemühte sich um eine Erklärung: „Wir sind eben an der Tür heftig zusammengestoßen und du bist ohnmächtig gewesen, da habe ich dich hier rein getragen und deine Beule gekühlt.“

„Aber wie kommst du hier her? Dies sind doch Personalräume, da darfst du doch gar nicht rein?“, meinte sie nachdem sie sich umgeschaut hatte.

„Ich arbeite seit vorgestern hier im Lager und wollte gerade Feierabend machen.“, fügte er erklärend hinzu.

„Du arbeitest hier im Markt?“, fragte sie erstaunt. Sie setzte sich auf und schaute sich etwas Hilflos um.

„Wie geht es dir?“, fragte Silas besorgt. „Soll ich dir was zu trinken holen? Oder brauchst du sonst irgendetwas?“

Lara betaste erneut ihre Beule, die aber schon deutlich zurück gegangen war. „Nein, mir geht es glaube ich gut, fühle mich noch etwas benommen und habe leichte Kopfschmerzen.“

„Es tut mir sehr leid, dass wir zusammengestoßen sind!“, sagte Silas betrübt. „Ich hätte dich lieber auf andere Art kennen gelernt!“, meinte er und verzog dabei den Mund zu einem schiefen Grinsen.

Dann kam ihm plötzlich eine Idee: „Hast du jetzt auch Feierabend, würde dich als kleine Widergutmachung, sonst gerne zu einem Kaffee einladen?“

Lara schaute ihn überrascht an. „Aber du hast doch keine Schuld an unserem Zusammenstoß, zu mindestens habe ich genau so viel Schuld daran. Ja, ich habe jetzt auch Feierabend!“, beantwortete sie seine Frage.

„Und, magst du mit mir noch einen Kaffee trinken gehen, oder auch was anderes?“, ließ Silas nicht locker.

Lara schaute ihn nachdenklich an, irgendwie imponierte er ihr. Außerdem konnte sie spüren, dass ihr Herz eine sehr deutliche Sprache sprach. „Ok, gehen wir einen Kaffee trinken.“ Aber als sich erhob, wurde ihr doch leicht schwindelig und musste sich an Silas festhalten. Doch nach wenigen Augenblicken gab es sich und sie bedankte sich mit einem Lächeln bei ihm. „Sag mal wie heißt du eigentlich?

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