Eine Nacht im Supermarkt

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Eine Nacht im Supermarkt

Eine Nacht im Supermarkt

Sven Solge

Etwas Warmes hatte ihre Lippen Berührt. Was war das gewesen?

Nachdenklich versuchte sie, sich das Gefühl in Erinnerung zu rufen, doch sie fand keine Erklärung dafür.
Dann erreichte sie das Fischgeschäft und kaufte drei Rotbarschfilets und eilte Nachhause, wo ihre Mutter sie mit einer leichten Zornesfalte über der Nasenwurzel empfing. „Wo bleibst du denn, wir warten schon seit einer halben Stunde auf dich?“

Lara hatte ja eine glaubwürdige Erklärung und zeigte ihrer Mutter ihre Stirn mit der roten Stelle. Danach musste sie erzählen wie es dazu gekommen war.

Am Abend, als sie im Bett lag und nochmals das Geschehen Revue passieren ließ, kam ihr plötzlich die Erkenntnis, Silas hatte sie geküsst, als sie besinnungslos auf der Bank gelegen hatte. Dieser Schlingel hatte ihre Hilflosigkeit ausgenutzt. Aber irgendwie konnte sie ihm nicht böse sein, bei dem Gedanken wurde ihr richtig warm ums Herz. Trotzdem, eine kleine Strafe für sein Vergehen, würde sie sich einfallen lassen. Darüber schlief sie ein und träumte von Silas.

-*-

Das was Lara zum Schluss gesagt hatte, ließ einen Schauer nach dem Anderen über seine Rücken laufen. Hatte er sich bei dieser schönen Frau eigentlich nur geringe Chancen ausgerechnet, so war er jetzt frohen Mutes, dass es mehr werden könnte.

Am nächsten Tag schaute er sich den Dienstplan der Kassiererinnen an. Er hatte einen Plan. Lara hatte die folgenden vier Tage Spätdienst und darauf spekulierte Silas. Er ließ sich vom Marktleiter auch zur Spätschicht eintragen, so konnte er Lara nachhause begleiten und sie eventuell überreden mit zu ihm zu kommen.

Am Abend, Silas war schon fertig umgezogen, wartete er hinter einem Regal auf Lara. Sie brauchte wegen der Abrechnung etwas länger. Nach und nach gingen Die Kolleginnen an seinem Versteck vorbei. Plötzlich sah er Lara kommen und als sie auf seiner Höhe war, packte er sie am Arm und zog sie hinter das Regal.

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