Eine Nacht im Supermarkt

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Eine Nacht im Supermarkt

Eine Nacht im Supermarkt

Sven Solge

Ihr Warten wurde auf eine harte Probe gestellt. Es wurde sechs, dann viertel nach, der Zeiger von Silas Armbanduhr rückte immer weiter. „Hoffentlich kommt der bald, ich kann schon nicht mehr stehen!“, sagte Lara.

Wie auf Kommando klapperte plötzlich ein Schlüssel an der Tür und es wurde hell. Herr Brandes machte natürlich das Flurlicht an. Irgendwie hatten sie daran nicht gedacht. Sie fühlten sich wie auf dem Präsentierteller und drückten sich soweit es ging an die Wand, hinter dem Container. Dabei kam Lara an einen dieser Gummibänder, mit der die Ladung befestigt wurde. Das leise Klingeln klang in ihren Ohren wie Kirchenglocken. Doch da Herr Brandes schon auf dem Weg zu seinem Büro war, übertönten seine Schritte dieses leise Geräusch. Kaum war er verschwunden, eilten sie zur Tür und waren draußen.
So schnell sie konnten entfernten sie sich vom Markt und wichen an der nächsten Abzweigung von der Hauptstraße ab.

„Kommst du noch auf einen Kaffee mit zu mir?“, fragte Silas und schaute sie bittend an. „Hast du immer noch nicht genug?“, lächelte Lara, nahm aber seine Hand und drückte sie zu ihrem Einverständnis.

Silas öffnete die Tür zu seiner Wohnung und ließ Lara eintreten. Jetzt war Silas froh, dass seine Mutter viele kleine Accessoire in dem kleinen Wohnzimmer verteilt hatte, so machte es auf Lara einen recht gemütlichen Eindruck.

Silas war hinter Lara getreten, umarmte ihren Körper und presste sich an sie. Zärtlich küsste er sie unterhalb ihres Ohrläppchens und flüsterte leise: „Möchtest du erst das Dessert, oder lieber einen Kaffee?“

Lara legte ihren Kopf zurück und sagte leise: „Genau in der Reihenfolge!“ Damit überraschte sie Silas doch. Er schaute sie von der Seite an ließ sie aber nicht los. „Meinst du das ernst?“

„Ja, das meinte ich ernst! Aber vorher musst du mir noch eine Frage beantworten und ich erwarte eine ehrliche Antwort.

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