Sie knöpfte die Bluse auf und warf diese auf dem Weg zum Badezimmer auf das Sofa im Wohnbereich. Der BH fand seinen Platz an einer Türklinke. Olivia ließ Badewasser einlaufen. Bevor sie sich diesem Entspannungsbad hingeben würde, führte sie ihr Weg noch einmal in die Küche um den Kaffee zu holen.
„Endlich“ stöhnte sie, als ihr Körper in das warme Wasser eintauchte. In Gedanken ging sie noch einmal den eben absolvierten Flug durch. Sie lächelte, weil alles perfekt war. Dann schweifte sie um auf Martin. Martin, mit dem der Sex so genial ist. Die totale Befriedigung. Und dann liefen ein paar Tränen über ihr Gesicht. Er will keine Beziehung mit ihr. Er möchte, dass sie sich einen Mann in ihrer Altersklasse sucht. Genau so hatte er sich erst kürzlich ausgedrückt. Ficken ja, zusammenleben nein. Seit ihrem Kennenlernen im Januar treffen sie sich ein- bis zweimal die Woche. Immer wenn sie einen Zwischenstopp in München hat. Zum Essen gehen, manchmal auch selber kochen und Sex. Mehr nicht. Anfangs fand sie das auch gut so. Anfangs…
Sie hatte geglaubt, nachdem er ihr Wohnungs- und Autoschlüssel gegeben hatte, dass er vielleicht doch umdenken würde. Bei jedem ihrer Aufenthalte trug er sie auf Händen. Mit Ausnahme der Momente in denen sie von ihm gnadenlos gefickt wurde. Von Liebe hat er allerdings nie gesprochen…
Das Schloss der Wohnungstüre wurde gesperrt. Schnell wischte Liv sich die Tränen aus dem Gesicht. Sie wusste, dass sie zwar eine halbwegs passable Figur hatte, aber ihr Gesicht nicht in der Oberliga mitspielte. Und dann muss es nicht auch noch verheult sein.
Lächelnd sammelte Martin ihre Kleidungsstücke auf dem Weg ins Bad ein. „Hallo Kleines, geht’s Dir gut?“
Olivia nickte nur. „Kommst Du zu mir rein?“ fragte sie mit belegter Stimme. Er beugte sich zu ihr und gab ihr ein Begrüßungsküsschen. Martin spürte sofort, dass Olivia traurig war. Anstatt einer Antwort begann er sich auszuziehen. Und machte eine kleine Show daraus. Olivia begann zu lachen, brach dann aber in Tränen aus. Die Wanne war eine große Whirlpoolbadewanne, die zwei, vielleicht sogar drei Personen ausreichend Platz bot. Martin stieg zu ihr ins Wasser und setzte sich hinter seine Geliebte. Er nahm sie in den Arm und fragte: „Ela?“
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