“ Martin schob Jeanine einen Stuhl zu und setzte sich auf den zweiten.
„Nein, Sie hat Angst mir wehzutun.“ Jeanine sah Martin eindringlich an.
„Und ein Mann,“ folgerte dieser, „kennt diese Hemmungen nicht, wenn Du ihn aufforderst Dich zu ficken, Dich härter ranzunehmen!“
„Ja, die zwei jungen Kerle, die wir, beziehungsweise ich bislang hatte, hatten kein Problem, es mir kräftig zu besorgen. Und auch mein erster Freund, bevor ich Caro getroffen habe, war nicht gerade zimperlich.“
„Und ich bin Dir auch zu zärtlich…“ mutmaßte Martin.
„Nein, weiß nicht. Aber in Dich kann man sich verlieben.“
Er wollte schon: „Lass das mal nicht die beiden anderen Mädels hören“ sagen, verkniff es sich aber noch im allerletzten Moment. Martin verwickelte Jeanine geschickt in ein Gespräch, wo sie sehr viel über sich erzählte. Auch die Vergewaltigung ihrer Freundin war Thema und dass sie vermutlich deshalb so auf Zärtlichkeit und Feingefühl aus war.
Sein Mobiltelefon meldete leise eine eingetroffene Nachricht. Martin lächelte, als er las: Dürfen wir stören? Kuss Liv.
Er entschuldigte sich bei Jeanine für die Ablenkung, fand es aber wichtig kurz zu antworten: Ja, kein Problem!
*****
„Komm!“ Olivia lockte Caro, „magst Du mich nicht ausziehen?“
Caroline krabbelte vom Bett und ging auf ihre neue Bekannte zu. Sie sahen sich in die Augen. „Nein, ich kann das nicht!“ Tausendmal schon hatten sie und Schäni diese Situation durchgesprochen. Und doch wollte sie ihre Freundin nicht betrügen. Falls man in diesem Fall von Betrug überhaupt sprechen konnte.
„Warte,“ Olivia hatte eine Idee. Sie griff nach ihrem Smartphone und schrieb eine kurze SMS. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Liv grinste. „Zieh Dich an, wir wechseln die Location;“ meinte sie geheimnisvoll.
Hand in Hand liefen sie mehr als dass sie gingen zu dem Appartement der beiden Schweizerinnen. Atemlos fragte Caroline: „Die haben noch nicht…?
Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.