Einen Rüffel haben wir als Airline bekommen, weil sie etwas rasant auf das Terminal zugerollt ist. Der Notarzt hat gewartet und ihren Kollegen in eine Klinik gebracht.“
Er wandte sich Olivia zu und sprach weiter: „Der Herr Radke ist übern Berg, soll ich Ihnen von ihm selbst sagen!“ Olivia presste ihre Lippen zusammen und nickte zustimmend.
„Ja, und dann,“ Olivia erzählte weiter, weil das ihr Chef von ihr persönlich hören wollte, „habe ich ein wenig rumtelefoniert und einen Kollegen einer anderen Airline dafür gewinnen können, mit uns zu fliegen.“
Olivias Chef schüttelte nur den Kopf. „Er hat eine gültige Zulassung für die 321. Also durfte er. Und wir wollten doch alle nach Hause. Die Passagiere mussten nur kurz raus, damit wir tanken konnten. Ich habe einen Slot bekommen und es ging weiter.
„Der Herr Marquez hat die Maschine geflogen?“ wollte Olivias Vorgesetzter wissen. „Nein, hat er nicht. Ich habe alles gemacht.“
Olivias Chef war sichtbar angeschlagen. „Kritisch war doch nur die Landung in Barcelona…!“ meinte die junge Fliegerin. Und ihr Chef ergänzte: „Ja, im Sturzflug! Das haben mir unsere Flugbegleiterinnen jedenfalls berichtet.“
Olivia zwinkerte mit einem Auge. „Können wir gehen? Sie sehen, ich bin nicht allein!“
„Ja, gehen Sie. Äh, Sie sind morgen gebucht auf einen Flug nach Hurghada. Bleiben Sie zu Hause, ich regle das…“
„Ob mein Zukünftiger mich morgen auch noch verkraftet? Sie verstehen, ich bin heute so glücklich und so richtig gut drauf!“
Ihr Chef sah sie fragend an. „Da ist sie unersättlich…!“ ergänzte Martin.
*****
Olivia hatte der Herzinfarkt ihres Kollegen während des Fluges doch mehr mitgenommen, als sie vor ihrem Chef und den Kolleginnen und Kollegen bereit war zuzugeben. Auf der Fahrt nach Hause war sie immer noch aufgedreht und erzählte Martin voller Euphorie, was geschehen war und wie blitzschnell sie gehandelt hatte.
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