Eine nicht alltägliche Beziehung - Teil 19

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Eine nicht alltägliche Beziehung - Teil 19

Eine nicht alltägliche Beziehung - Teil 19

Grauhaariger

Patricia war „Reiseleitung“ und stieg aus dem ersten Bus aus. Ihr folgte Mikael. „Kennt ihr den?“ fragte sie das Brautpaar und deutete auf den Mann mit der Kamera um den Hals.
„Mikael! Unser Freund und Fotograf!“ riefen Beide beinahe synchron.
Kann man sich so ein riesiges „Hallo“ überhaupt vorstellen? Unser Brautpaar umringt von all den Leuten.
Umarmen, drücken, Händeschütteln, Bitte, Danke! Der Hotelmanager hatte ein paar Pagen, Schüler, die sich ein paar Euro verdienen wollten, engagiert, um den Gepäcktransport zu beschleunigen.
„Unser Hotel ist jetzt gut halb voll;“ bestätigte die Rezeption, nachdem alle Gäste ihre Zimmerschlüssel entgegengenommen hatten. Auch Pat war sich sicher, dass alle, die zugesagt hatten, auch mitgeflogen waren.
In dem ganzen Durcheinander suchte und fand Olivia ihre Freundin Daniela. Sie umarmten sich und es war Liv scheißegal ob jemand zusah, dass sie sich küssten. Gerhard, Elas Mann, wusste ja sowieso Bescheid.
„Pat!“ Martin hielt seine Assistentin am Ärmel fest, als diese sich an ihm vorbeimogeln wollte. „Was ist los?“
„Chef, ich weiß nicht, wie ich mit Ihnen jetzt umgehen darf, soll!?“ Patricia wollte nichts falsch machen. Der Job war super und Martin ein perfekter Vorgesetzter.
„Komm, ich darf doch?“ Martin legte seinen Arm um seine Assistentin und ging mit ihr in Richtung Strand.
„Ich würde mich freuen, wenn wir beim „Du“ bleiben könnten!“ versuchte Martin von vorne herein zu klären.
Patricia nickte.
„Zwischen uns ist doch nichts passiert!“ meinte Martin beruhigend und fügte sogar noch ein „leider“ hinzu.
„Wir haben uns geküsst!“ gab Patricia zu bedenken.
„Ich mag Dich! Da darf man sich auch mal küssen!“ Martin sah das Ganze sehr entspannt. „Man muss ja nicht rumerzählen, was alles so genau…“ Patricias Boss drückte ein wenig ihren Oberarm, auf dem seine Hand lag.
„Okay Chef! Ich bin auf Getratsche auch überhaupt nicht scharf!“
„Ach übrigens…“ Martin war stehengeblieben; „Mit der nächsten Gehaltsabrechnung bekommst Du für die grandiose Organisation hier eine Prämie ausbezahlt und zwei Freiflüge, Hin und zurück natürlich, weltweit, mit der Einschränkung nur dahin, wo Olivias Airline auch hinfliegt.“ Patricia fand nicht gleich die richtigen Worte und so fuhr Martin fort: „Es reicht sicher für tauchen am Great Barrier Reef oder relaxen auf den Malediven! Ganz wie ihr wollt!“
Jetzt war Pat baff und erst recht sprachlos. „Danke!“ sagte sie und drehte mit der Hand seinen Kopf in ihre Richtung. Es war nur ein kurzes Küsschen. Aber für Pat war die Welt wieder in Ordnung! Mehr als in Ordnung!
*****
Mehr zufällig als geplant trafen sich Jeanine, die mit ihrer Freundin Caro die Umgebung erkundet hatte, Kira mit Manu sowie unser Brautpaar an der Strandbar, die nicht zum Hotel gehört. Man unterhielt sich locker und genoss, mit Ausnahme von Martin, einen Cocktail. Daniela und ihr Mann stießen dazu. „Patricia organisiert irgendetwas auf der unteren Terrasse. Deine Eltern sind jedenfalls auch mit dabei…“ verriet Ela geheimnisvoll.
Olivia nutzte die Gelegenheit: „Darf ich vorstellen: Daniela, sehr gute Freundin und Martins Trauzeugin!“
„Und Dich, liebe Manu;“ Olivia wandte sich im gleichen Atemzug an Kiras neue Lebenspartnerin, „möchte ich bitten, an meiner Seite unsere Eheschließung zu bezeugen!“
„Ich?“ Manuela fiel aus allen Wolken. „Ich kann das nicht! Außerdem, mit …“
„Natürlich kannst Du;“ fiel ihr Olivia ins Wort. „Es gibt nur einen Menschen auf der ganzen Welt, den ich das lieber machen lassen würde! Und das ist mein Papa!“ Olivia schaute Manuela treuherzig an und fuhr fort: „Aber der wird sich schon vor Tränen kaum retten können, wenn er mich an Martin übergeben muss!“
„Und Du meinst, ich kann das?“ Manuela war unsicher.
„Ja, natürlich kannst Du das! Du warst so mutig, im Meer und hast mich total beeindruckt! Martin möchte auch, dass Du das machst!
„Okay, ich bin dabei! Es schauen eh immer alle auf mich!“
*****
Beim Abendessen wurde es ganz schön eng. Es stand ja nur das eine Restaurant, samt Außenterrasse, zur Verfügung. Aber die Küche meisterte diese kleine „Generalprobe“ hervorragend. Nein, der Aufwand morgen würde um ein Vielfaches höher sein! Man konnte aber erkennen, dass die Organisation funktionierte.
Nach dem Essen entführte Martin seine Olivia zu einem ausgedehnten Spaziergang ein Stückchen am Strand entlang. Sie ließen die vergangenen Monate Revue passieren. Was sie schon alles erlebt hatten. Olivia erzählte ihm noch einmal, wie sehr sie sich über seinen Antrag hoch über den Wolken gefreut hatte. „Ich war schon ganz traurig…!“
„Ich weiß meine Liebe…!“ Nicht nur einmal hatte er Tränen und Traurigkeit bei ihr entdeckt. „Aber wenn Du fünfzig bist, bin ich siebzig!“
„Fängst Du schon wieder damit an!?“ Olivia wollte es nicht mehr hören. Dann sah sie sich um. Von weitem konnte man von einer der Strandtavernen Live-Musik vernehmen. Olivia und ihr Verlobter trafen dort auf jede Menge bekannter Gesichter. Alle engeren Freunde saßen da und dort verteilt mit Cocktails, einem Glas Wein oder vor einem „Mythos“. Daniela winkte das Brautpaar heran. Livs Eltern saßen da und als wäre es kein Zufall, waren noch zwei Plätze an genau diesem Tisch frei.
„Fast wie heute Nachmittag, nur ein paar Leute mehr!“ raunte Liv ihrem Geliebten zu. Dass Pat auch dieses Event arrangiert hatte, als Ersatz für einen Polterabend, ahnte Olivia nicht.
Bald schon entschuldigte sich Martin zur Toilette. Liv unterhielt sich ganz entspannt, ist man am Vorabend seiner Hochzeit wirklich entspannt(?), mit Daniela, ihren Eltern und den anderen Bekannten drumherum. Kira und Manu waren da. Und auch Alena mit dem Duke. Pat? Ja, die saß mit ihrem Mann ganz außen. Auch Mikael mit seiner Freundin plus war da. Die Live-Band hatte aufgehört zu spielen. Und über die Lautsprecher war jetzt ganz überraschend Martins Stimme zu hören:
„Guten Abend zusammen! Ich werde jetzt keine Rede halten. Aber ich will meiner Frau etwas sagen und die ganze Welt darf gerne hinhören. Ich könnte es auch morgen tun, aber vor so vielen Gästen würde ich mich sicher nicht trauen!“
Martin gab den Musikern ein Zeichen. Der Titel, den sie anspielten, war unschwer zu erkennen. Dann kam sein Einsatz:
„Well she's all you'd ever want,
She's the kind they'd like to flaunt and take to dinner.
Well she always knows her place.
She's got style, she's got grace, She's a winner.
She's a Lady. Whoa whoa whoa,
She's a Lady.
Talkin' about that little lady,
And the lady is mine.”

Olivia war von den Socken! Welch eine Überraschung! Martin war zwar nicht der „Tiger“. Naja für sie vielleicht schon. Aber es klang richtig gut! Und, das war Martin sicherlich das wichtigste, es klang ehrlich!

„Well she's never in the way
Always something nice to say, Oh what a blessing.
I can leave her on her own
Knowing she's okay alone, and there's no messing.
She's a lady.
Whoa, whoa, whoa.
She's a lady.
Talkin' about that little lady,
And the lady is mine.”

Während der zweiten Strophe war Martin auf seine Lady zugegangen. Olivia war kurz davor, loszuheulen.

„Well she never asks for very much and I don't refuse her.
Always treat her with respect, I never would abuse her.
What she's got is hard to find, and I don't want to lose her
Help me build a mountain from my little pile of clay.
Hey, hey, hey.
Well she knows what I'm about,
She can take what I dish out, and that's not easy,
Well she knows me through and through,
She knows just what to do, and how to please me.

She's a lady.
Whoa, whoa, whoa.
She's a lady.
Talkin' about that little lady

And the lady is mine.
Yeah yeah yeah She's a Lady
Listen to me baby, She's a Lady
Whoa whoa whoa, She's a Lady
And the Lady is mine
Yeah yeah yeah She's a Lady
Talkin about this little lady
Whoa whoa whoa whoa
Whoa and the lady is mine
Yeah yeah She's a Lady
And the Lady is mine.

Der Beifall hätte größer nicht sein können. Olivia war aufgesprungen, klatschte euphorisch und schüttelte den Kopf. „Unglaublich!“
Martin wiegelte den Applaus mit den Händen etwas ab. Ins Mikro sagte er: „Ihr kennt sie alle - meine Lady!“ Dabei deutete er auf Olivia. „Für Dich!“ Ja, Olivia war eine Lady! Eine liebevolle, aufgeweckte, taffe und vor allem liebenswerte junge Lady!
Alle, die Olivia ein bisschen näher kannten wussten, dass der Text zu hundert Prozent auf sie zutraf.
Daniela nahm Martin das Mikrofon aus der Hand und forderte: „Das muss er morgen auch singen, oder?“ Klatschen und laute Zustimmung war die Antwort.
Martin schüttelte den Kopf. „Dann aber eine Zugabe!“ Daniela ließ nicht locker. Martin verneinte vehement. „Ich weiß, dass Du noch was draufhast!“, hauchte Ela in das Mikro und gab es Martin zurück.
„Wenn sie morgen „nein“ sagt, bist Du schuld!“ Dann nickte Martin den Musikern zu. Olivia zog kurz Martins Hand mit dem Mikro zu sich heran und meinte: „Mach ich nicht!“
Auch dieses Lied war allgemein bekannt: Sex Bomb!
Olivia improvisierte ganz spontan ein Tänzchen um ihren singenden Verlobten herum bis sie auf Manuela zuging und diese antanzte. Begeistert drehte Manu ihren Rolli und schwang den Oberkörper im Takt mit.
*****
„Ich muss echt ausziehen?“ Martin hatte alle Anspielungen, dass das Brautpaar die Nacht vor der Trauung nicht zusammen verbringen darf, als Unfug abgetan. Natürlich war vereinbart, dass Olivia in ihrer Suite zurechtgemacht und angekleidet wird, während Martin im Appartement von Daniela und Gerhard in seinen Anzug schlüpfen würde. Aber erst am Morgen der Hochzeit! Und jetzt bestanden Liv und auch Daniela darauf, dass er bei Elas Mann nächtigen muss.
Martin nahms mit einem Lächeln und wünschte den Beiden viel Spaß!
„Liv und Daniela waren, nachdem geklärt war, dass Livs Verlobter „auswärts“ nächtigen muss, sofort zu Bett gegangen, „Glaubst Du, dass mit uns alles so bleibt, wie es ist?“, fragte Daniela und spielte nachdenklich mit Olivias linker Brust.
„Ich weiß nicht…“ antwortete diese und drückte Elas Hand auf ihren kleinen Hügel.
Ohne weitere Worte beugte sich die ältere, also Daniela, hinüber und küsste ihre Freundin sehr zärtlich.
„Aufgeregt?“
Liv nickte.
„Willst Du was dagegen tun?“
Wieder nickte Olivia. Diesmal etwas heftiger.
„Ich habe was dabei…“ Daniela kramte in ihrer Handtasche und zog ein blass-lila Teil hervor.
„Oh ja!“ Olivia war begeistert. „Den probieren wir jetzt!“
Fast eine Stunde lang verwöhnten sich die Beiden mit Danielas neuartigem Druckwellenvibrator. Natürlich immer wieder mit Zuneigungsbekundungen und sinnlichen Küssen. Ausnahmsweise fehlte den Beiden Martin heute mal nicht! Oder doch? Wer weiß, was ihm noch so alles eingefallen wäre…
„Ich muss jetzt schlafen;“ stellte Olivia im Hinblick auf die fortgeschrittene Stunde fest.
„Schenkst Du mir noch einen?“, fragte Olivias Geliebte. Liv hatte ihrer Freundin den Rücken zugedreht. Und dies nützte Daniela nun aus, indem sie auf subtilste Art mit den Fingerspitzen über Livs Pobacken strich.
„Du machst mich verrückt!“ Olivias Muskelkontraktionen in diesem Bereich zeigten zudem deutlich, wie sehr ihr dieses Spiel gefiel. Olivia stellte ein Bein auf, so dass die Finger ihrer Gespielin freien Zugang zu ihrem Heiligtum bekamen. Daniela stieg darauf nicht ein und ließ weiterhin ihre Finger auf Olivias Po kreisen.
„Bitte…!“, flehte Danielas junge Sexpartnerin.
„Und Du fasst Dich auch nicht an!“ Elas Worte, gehaucht und mit der Betonung auf „auch nicht“, erregten Olivia weiter. Liv streckte ihre Arme nach oben, als Zeichen ihrer Hingabe. Mehrfach nahm sie das aufgestellte Bein wieder zurück und presste ihre Schenkel kurz zusammen. Sofort kam dann der Befehl: „Hoch!“ was bedeutete, ihr Bein wieder aufzustellen. Olivia zitterte bereits am ganzen Körper, so viel Lust verschafften ihr die Finger ihrer Freundin. Daniela kannte Olivia gut! Sehr gut! Sie wusste genau den perfekten Moment, mit ihrem Gesicht zwischen Olivias Schenkel einzutauchen, die Lippen über ihr Geschlecht zu legen und nur kurz ihre Clit mit der Zunge zu berühren. Olivia brüllte ihren Orgasmus hinaus! Sie presste ihre Schenkel zusammen, Danielas Kopf hielt das aus, und spritzte Unmengen Liebessekret in das Gesicht ihrer Geliebten.
„Du bist verrückt!“ Überglücklich umarmte sie Daniela und hielt sich Minutenlang an ihr fest. „Und Du bist es schuld, dass ich Frauen mag!“
Kurz darauf fügte Olivia hinzu: „Es darf sich nichts ändern!“

 


Die beiden Titel vom Originalinterpreten findet ihr hier:
https://www.youtube.com/watch?v=-Bo9uj2xONc
https://www.youtube.com/watch?v=IO81C6tVcsc

Von Martins Darbietung existiert keine Aufzeichnung.

Übersetzung von „She‘s a lady“ gefällig?
Sie verkörpert alles, was man sich wünschen kann,
ist jemand, den man gern in der Öffentlichkeit präsentiert und zum Essen ausführt.
Sie weiß immer, was angemessen ist,
hat Klasse und Anmut, ein gewinnendes Wesen.

Sie ist eine Dame.
Ja, ich spreche von der jungen Dame dort - von meiner!

Es ist nicht ihre Art, andauernd Süßholz zu raspeln -
was für ein Glück!
Ich kann sie auch mal allein lassen, weiß, dass sie damit klarkommt,
da gibt's keinen Heckmeck.

Sie ist eben eine Dame...

Es ist nicht viel, worum sie bittet, und das verweigere ihr auch nicht.
Ich behandele sie immer mit Hochachtung, würde sie niemals beschimpfen.
Sie hat etwas ganz Seltenes, und das will ich nicht verlieren.
Schließlich bringt sie meine besten Anlagen zum Vorschein...

Sie weiß, woran sie bei mir ist, kann einstecken, was ich austeile -
und das ist nicht leicht!
Sie kennt mich in- und auswendig,
weiß mich zu nehmen und zu besänftigen.

Sie ist eben eine Dame - und zwar meine!

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