Die beiden Frauen stießen sich gerade von den Baumstämmen ab, um gemächlich zu ihr zu kommen, da wirbelte Grit herum und rannte, so schnell sie konnte, ein kurzes Stück zurück, um dann nach links abzubiegen und am Waldrand entlang zu fliehen. Hinter sich hörte sie kurzes Geschrei, dann vernahm sie auch schon die Schritte ihrer Verfolger. Sie war noch keine fünfzig Meter gekommen, in einer wirklich respektablen Zeit, da stellte sich ihr ein weiterer Mann in den Weg, indem er hinter einem Baum heraustrat. Grit machte eine Vollbremsung, sonst wäre sie in den Kerl hineingelaufen. Er grinste sie an und verzog das Gesicht zu einer Grimasse, die ihr wohl Angst machen sollte. Sie drehte sich um. Hinter ihr waren die beiden Frauen bis auf einige Meter herangekommen. Der Mann, der auf dem Baumstamm gesessen hatte, kam ebenfalls hinter den Bäumen heraus. Grit hob wieder die Hände, schüttelte den Kopf und blieb dann schwer atmend mit auf den Knien abgestützten Händen einfach stehen. Die beiden Männer hielten sich etwas im Hintergrund, aber die beiden Frauen kamen näher. Grit richtete sich wieder auf. Die Frauen waren sehr groß, hatten eine dunkle, südländische Hautfarbe und so etwas wie lederne, lange, knallenge Hosen an. Ihre Füße steckten in leichten Stoffschuhen, die auf den ersten Blick wie Socken aussahen. Die eine hatte dunkelblondes, feines Haar, das ihr bis knapp an die Schultern reichte. Sie hatte etwas zu breite Hüften und auch das Leder-Shirt, oder was immer es darstellen sollte, passte ihr nicht wirklich, aber sie hatte die unglaublichsten grünen Augen, die Grit jemals gesehen hatte. Die andere war etwas kleiner, graziler, aber fast genauso groß wie ihre Kameradin. Schlanke Hüften, lange Beine, ebenfalls diese knallengen Lederdinger, richtig nette Möpse, die da gegen eine enge Lederweste drückten.
Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.