Eine Reise

Parallele Dimensionen - Teil 11

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Eine Reise

Eine Reise

Emil Lorenz

Sie hoben zum Gruß die Hände, nickten kurz in Richtung der Schwarzhaarigen und verschwanden wieder im Unterholz. Der Wald hatte sich wieder etwas gelichtet und es kam etwas mehr Licht bis zu ihnen durch. Grit sah zwischen den Bäumen, in einer leichten Senke, die ersten Hütten hindurchschimmern. Sie sahen etwas so aus wie Iglus aus Ästen. Etwa drei Dutzend wie Halbkugeln aussehende Hütten duckten sich auf einer zweihundert Meter großen Lichtung, die sich plötzlich vor ihnen auftat. Manche der Hütten waren kleiner, wohl die Familienunterkünfte, aber es waren auch zwei größere und eine riesige, die ziemlich in der Mitte stand, dabei. Man durfte sich von hier oben nicht täuschen lassen. Die Schwarzhaarige blieb kurz stehen, deutete nach rechts und sagte jetzt das erste Mal etwas.
„Bringt sie zu Sanna, sie soll sie reinigen. Und gebt ihr etwas zu essen und zu trinken.“ Sie wandte sich zu Grit um und sah ihr in die Augen. „Benimm dich, ich werde später nach dir sehen.“ Dann drehte sie sich um und ging Richtung Lagermitte davon, ohne sich noch einmal umzusehen. Die dunkelblonde fasste sie am Arm, sah sie mit ihren grünen Augen an und zog sie mit sich.
„Komm, du hast es gehört“, sagte sie mit einer beinahe kindlichen Stimme. Sie führte sie zu einer etwas größeren Hütte und schob sie durch den mit einer Decke verhangenen Eingang.
„Sanna, Kundschaft. Du sollst sie waschen. Luna wird sie abholen lassen.“ Grit wollte sich noch umdrehen, aber die Decke war hinter ihr schon wieder zugefallen. Sie sah sich in der Hütte um. Mitten drin stand ein riesiger Holzzuber, in dem man wohl alles waschen konnte. Die Hütte war innen überraschend groß. Am Rand standen mehrere flache, einfache Liegen aus Reisig, die mit Fellen belegt waren. Es roch sehr angenehm nach Ebenholz.

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