Eine Reise

Parallele Dimensionen - Teil 11

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Eine Reise

Eine Reise

Emil Lorenz

In der Ferne konnte man niedrige Berge erkennen, die im Moment eher wie höhere Hügel aussahen. Aber sie waren vielfach von grauen Felsen durchsetzt, und die mussten sie noch überqueren, bevor sie ihr eigentliches Ziel überhaupt sehen konnten. Grit marschierte wie eine Maschine. Sie hatte ihren Rhythmus gefunden. Würde man die Ernsthaftigkeit der Situation außer Acht lassen, wäre es eine Augenweide gewesen, sie zu beobachten. Ihre sehnigen, muskulösen Beine arbeiteten wie ein Uhrwerk, während sich ihre strammen Arschbacken bei jedem Schritt unter der etwas zu engen Short anspannten und entspannten. Das Leinenhemd hatte sie vorn geöffnet, wodurch man bei jedem zweiten Schritt eine ihrer großen Brüste hervorschauen sah. Ihre langen, welligen, blonden Haare hatte sie zu einem losen Zopf gewunden, der im Schrittrhythmus an ihrem Rücken baumelte. Sie hatte sich ein weißes Leinentuch um den Kopf gewickelt, um sich vor der Hitze zu schützen, obwohl sie nicht wirklich glaubte, dass es etwas helfen würde. Schließlich gab es ja keine Sonne am Himmel, die man so nennen konnte. Die beiden Leinentaschen mit ihrem Proviant baumelten über Kreuz an ihren Schultern. Agarth ging schweigend neben ihr her, konnte aber trotz seiner geringen Größe mühelos mit ihr Schritt halten. Einen wirklichen Weg gab es nicht. Sie suchten sich alle Kilometer einen Anhaltspunkt und marschierten zielstrebig auf diesen Punkt zu, um sich dann wieder ein neues Ziel zu suchen.
„Wonach wirst du suchen, Madame?“, fragte Agarth das Schweigen brechend.
„Ich weiß es bis jetzt nicht genau“, antwortete Grit. „Möglicherweise etwas, das aussieht wie von Menschen gemacht. Vielleicht einen Hinweis oder Ähnliches.“
„Du wirst dich in Acht nehmen müssen vor den Barbaren“, sagte Agarth.
„Hast du die Barbaren schon gesehen?

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