Eine Reise

Parallele Dimensionen - Teil 11

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Eine Reise

Eine Reise

Emil Lorenz

Bisher war alles ganz hervorragend verlaufen. Sogar Grits Schuhe, die Agarth auf ihre Größe gekürzt und vorn vernäht hatte, hatten den Strapazen so gut wie ohne Beschädigung getrotzt. Sie schlugen ihr Lager für die Nacht etwas vom Ufer entfernt auf einer kleinen Grasfläche auf. Agarth hatte zwei Fische geangelt und so war der Tisch reichlich gedeckt. Waschen, reden, trinken und schlafen war dann die logische Folge für diesen Tag. Die Überquerung des Flusses erwies sich als problemlos. Die Strömung war gering und sie waren beide gute Schwimmer. Am späten Nachmittag dieses Tages fanden sie dann das erste Mal etwas Beunruhigendes. Agarth war vorausgegangen und deutete Grit plötzlich mit der Hand an, stehen zu bleiben. Er ging in die Hocke und wartete, bis Grit neben ihm war. Sein Zeigefinger zeigte auf den Boden und er sagte leise:
„Fußspuren.“ Seine Hand deutete an, in welche Richtung die Spuren verliefen. Auch Grit sah nun, dass es sich um mehrere Spuren handelte.
„Der Pfad wird schon länger regelmäßig benutzt“, bemerkte Agarth.
„Das ist unsere Richtung“, stellte Grit fest. „Wir sollten ab jetzt sehr vorsichtig sein.“
Sie kamen über eine kleine Anhöhe und hatten jetzt das erste Mal einen freien Blick auf ihr Ziel. Die Gebirgskette zog sich über den gesamten Horizont. Soweit das Auge nach links oder rechts reichte, nur Steppe, kleine Bäume und Büsche. Von ihrem Standpunkt aus blickten sie auf eine stetig leicht abfallende Ebene, die nach einigen Kilometern in einen Wald überging, der dann scheinbar, links und rechts eingesäumt von Gebirgsausläufern, bis zum Gebirge selbst zu reichen schien. Grit sah zu Agarth.
„Das wäre der richtige Zeitpunkt, nach Hause zu gehen, mein Lieber“, sagte sie und fuhr sich durch die Haare.
„Madame sind bis jetzt nicht am Ziel“, entgegnete er.

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