„Aber das ist garantiert die richtige Richtung zum Ziel.“ Sie sah sich um. „Keine Ahnung, wie weit das da links und rechts weitergeht, aber das sieht alles gleich aus. Nur geradeaus hat sich jemand ein bisschen Mühe gegeben.“ Sie deutete mit dem Kinn in Richtung des Waldes und grinste. Wieder sah sie zu dem kleinen Mann.
„Was wirst du machen, wenn ich das Ziel gefunden habe? Wirst du mitgehen, oder nach Hause gehen?“
Agarth biss sich auf die Unterlippe. „Ich denke, ich würde nach Hause gehen.“
Grit nickte. „Dann kannst du auch jetzt gehen.“ Sie wischte sich den Schweiß von der Stirn. „Wenn ich das Ziel finde, ist es gut. Dann bist du in Sicherheit und ich auch. Wenn ich es nicht finde, weiß ich, wo und wie ich dich finden kann. Das bedeutet wieder, dass du auch jetzt gehen kannst.“
Agarth sah wieder zu ihr auf. „Ich glaube, sie haben recht, Madame. Es ist Zeit, hier umzukehren.“ Er blickte nach vorn die weite Ebene hinunter. Dann drehte er sich um und sah zurück. Er nickte. „Ja, das ist der richtige Zeitpunkt.“
Grit ging zu ihm und nahm ihn in die Arme. Sie musste sich auf ein Knie knien, damit es funktionierte.
„Mach es gut, mein kleiner Held“, sagte sie und es liefen ihr zwei Tränen über die Wangen. „Pass auf deine Eier auf, damit sie dir niemand abschneidet.“
Agarth lächelte ein letztes Mal, drehte sich um und lief mit großen Schritten den Weg zurück, den sie gekommen waren. Grit sah ihm noch einige Augenblicke hinterher, aber der kleine Mann drehte sich nicht mehr um. Sie beobachtete ihn von der kleinen Buschgruppe aus, bis er nur noch ein kleiner Punkt am Horizont war. Dann wandte sie sich ihrerseits um, schnaufte einmal tief durch und machte sich ebenfalls auf den Weg. Die zwei kleinen Punkte, die sich kurze Zeit später am Horizont auf die Spur des Zwerges begaben, sah sie nicht mehr.
Eine Reise
Parallele Dimensionen - Teil 11
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