Eine Reise zu Dritt - Tag 1a

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Eine Reise zu Dritt - Tag 1a

Eine Reise zu Dritt - Tag 1a

Yupag Chinasky

Prolog

Schließlich rückte er dann doch, verbunden mit einer müden, halbherzigen Entschuldigung, das Wechselgeld heraus. Die Mädchen prüften die Quittung und zählten sorgfältig nach, aber die Summe stimmte. Endlich saßen sie wieder im Auto und fuhren weiter, und gerade als er wieder auf die Autopista einbiegen wollte, sah er, wieder eher zufällig, auf die Benzinuhr und fing an, laut zu schimpfen. Die Anzeige war eindeutig, der Tank war nur halb voll. Weiter vor sich hin fluchend, wendete er, wieder gegen die Vorschrift, und fuhr zurück. Die Mädchen waren ratlos, fragten, was los sei und erst jetzt erklärte er es ihnen das Malheur. Der Tankwart, auf diesen neuen Ärger angesprochen, tat ganz arglos, er habe gedacht, er solle nur halb volltanken. Als die Mädchen ihn wieder drohend anblickten, ihn mit einem Schwall unflätiger Worte überschütteten, in denen das Wort Polizei mehrfach auftauchte, gab er zu, dass er sich beim Tanken oder der Abrechnung vielleicht geirrt habe, bei dem vielen Betrieb hier könne das doch passieren, irren sei menschlich. Er würde selbstverständlich volltanken, das sei kein Problem, man sei ja eine seriöse Tankstelle. Dann endlich waren alle Probleme gelöst und die Drei wieder auf der Autopista und die Tankuhr vibrierte leicht am oberen Anschlag. Die Mädchen lachten und kommentierten lautstark das kleine Abenteuer, so sei es nun mal hier, man müsse ständig aufpassen, um nicht beschissen zu werden. Die beiden lachen immer, egal was passiert, dachte er, was für sonnige Gemüter.

Das Haus der Tante

Als Rosa eines der wenigen Verkehrsschilder sah, das auf ihr Ziel hinwies, verkündet sie, dass sie in der Stadt jemanden kenne, den man besuchen könne. Eine Tante, erklärte sie weiter, wohne ganz in der Nähe der Autopista, es sei also kein Umweg bei ihr vorbei zu fahren. Dort könne man sich etwas erholen, der Hitze entkommen und etwas trinken, sie habe große Lust auf einen Kaffee.

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