Eine Reise zu Dritt - Tag 1a

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Eine Reise zu Dritt - Tag 1a

Eine Reise zu Dritt - Tag 1a

Yupag Chinasky

Prolog

Ima ist, wie vermutlich sehr oft, die Dumme, nimmt ihre Niederlage aber nicht weiter krumm, denn während Rosa ihren Klimax immer neu entfacht und bis zu einem sehr erfolgreichen Ende ausdehnt und auch er dabei nicht zu kurz kommt, bleiben für Ima nur Ersatzhandlungen übrig. Es sind dann ihre und seine Finger, die ihre feuchte, heiße Talzone bearbeiteten und es schaffen, dass auch sie das Ziel einer nahezu vollen Befriedigung erreicht. Im Gegensatz zu der lautstarken Rosa bleibt sie allerdings die ganze Zeit stumm wie ein Fisch. Dann ist die Reise auf dem Meer der Liebe beendet, nachdem sie es mit vollen Segeln und mehrfach durchkreuzt haben. Sie sind ausgepumpt und erschöpft, liegen schwitzend und schwer atmend, aber innig ineinander verschlungen auf dem zerwühlten Bett und streicheln sich gegenseitig ganz sanft, erfüllt vom Glück der Liebenden.

Doch ehe sie sich ganz entspannt weiteren schönen Träumen hingeben konnten, denn was war das gewesen, was er gerade erlebt hatte, ein Traum oder etwas nicht, und vielleicht sogar eine erholsame Siesta entstanden wäre, hatte Rosa es auf einmal sehr eilig. Sie löste sich aus dem Knäuel in den sie sich verstrickt hatten, stand auf, suchte ihre Kleider zusammen, zog sich an, drängte zum Aufbruch. Sie wolle lieber doch nicht auf die Tante warten, erklärte sie. Vielleicht sei sie doch nicht von dem Besuch begeistert. Sie hielt kurz inne, lachte laut auf und ergänzte, sie sei nicht begeistert zu wissen, dass sie zu dritt in ihrem Bett gevögelt hätten. Ima stimmte in das Gelächter ein und prustete, ja, vor allem ohne sie, und huschte elegant Rosa nach, die schon im Wohnzimmer war. Er hatte nicht so ganz verstanden, was Rosa gesagt hatte und warum er aufstehen sollte, bedauerte vielmehr die Unterbrechung seiner Träume, zog sich aber ebenfalls an und stieg die steile Treppe hinab.

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