Eine Reise zu Dritt - Tag 1a

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Eine Reise zu Dritt - Tag 1a

Eine Reise zu Dritt - Tag 1a

Yupag Chinasky

Prolog

Angesichts des Chaos, das sie dort angerichtet hatten, fragte er die beiden Mädchen, ob es nicht besser wäre, aufzuräumen, aber Rosa verneinte. Das sei überflüssig, sie kenne doch ihre Tante, die sei an ihre Besuche gewöhnt, danach sehe es immer so aus. Statt Ordnung zu schaffen, packten die beiden Mädchen alle Getränke, die sie fanden und auch alles Essbare, das sich zum Transport eignete, in eine Plastiktüte. Er wunderte sich, weil das doch eindeutig Diebstahl war, sagte aber nichts, er kannte ja die Tante nicht und vielleicht hätte sie auch nichts dagegen gehabt. Sie verließen das Haus und Rosa deponierte den Schlüssel wieder unter dem Stein. Als sie im Auto saßen und losfuhren, lachte Rosa schon wieder unbändig los und Ima stimmte glucksend ein. Er schaute sie fragend an und unter Kichern und Japsen gestand Rosa, dass es gar nicht das Haus ihrer Tante gewesen sei. Diese wohne auch in der Stadt, das schon, aber ganz woanders. Sie steigerte sich immer mehr in ihr Gelächter und versuchte ihm zu erklären, was los war. Er verstand nur bruchstückhaft, dass hier ein Mann wohne, den sie kennen würde, sehr gut sogar. Ima konnte sich bei diesen Worten nun auch nicht mehr zurückhalten und lachte schrill und gellend, was so ganz gegen ihre Art war. Rosa, von einem richtigen Lachkrampf befallen, keuchte, dass dieser Mann, dieser Arsch von einem Mann, der Vater ihres Sohnes sei, aber nicht ihr Mann, nicht ihr Ehemann, sondern nur der Erzeuger ihres Sohnes. Er war erstaunt, bisher war von eigenen Kindern keine Rede gewesen. Der Typ, fuhr nun Rosa ein wenig beruhigt fort, habe sie verführt, als sie fast noch ein Kind war, er habe sie am Rande einer Fiesta gefickt und gleich beim ersten Mal geschwängert und danach sitzen gelassen. So etwas käme zwar öfters vor, nur sei sie die Dumme gewesen. Freiwillig würde er sich nicht um sein Kind kümmern, das täten dafür ihre Eltern.

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