Eine Reise zu Dritt - Tag 2

5 24-37 Minuten 0 Kommentare
Eine Reise zu Dritt - Tag 2

Eine Reise zu Dritt - Tag 2

Yupag Chinasky

Zu den anderen Fabrikgebäuden wagte er nun gar nicht mehr zu gehen, er machte nur ein paar Bilder aus der Ferne. Dann fuhren sie zurück, in Richtung Landstraße, aber auf einem anderen Weg, den mit der toten Anakonda hatte er bewusst nicht genommen. Noch ehe sie ihr Ziel erreichten, gab es ein weiteres Highlight an diesem schönen, warmen Morgen. Sie kamen an einem Bauernhaus vorbei und auf einer eingezäunten Weide stand ein Pferd, ein grauer Apfelschimmel. Er hielt an, sie stiegen aus und Ima sagte, Rosa habe ja ihren Spaß mit dem Hund gehabt, jetzt wolle sie auf dem Pferd reiten. Die Idee gefiel dem leidenschaftlichen Hobbyfotografen sehr gut, und noch während sie überlegten, ob sie einfach über den Zaun klettern sollten, kam ein junger Mann aus dem Haus und unterhielt sich mit den Mädchen. Zu reiten war kein Problem, der junge Mann hatte nichts dagegen, die beiden Mädchen wollten es, der Fotograf stellte sich in mit der Kamera in Lauerstellung und der Gaul nahm das Ganze gelassen hin. Dann saßen die beiden auf ihm, einzeln und auch zu zweit. Der Gaul ging langsam im Kreis, die Mädchen jubelten, er drückte pausenlos auf den Auslöser. Ima setzte ihren Strohhut dem Pferd zwischen die Ohren, sie hielt sich sehr gut auf dem Rücken, ihre langen Beine waren um den Körper des Tieres geschlungen. Rosa hatte mehr Mühe, sie hielt sich an der Mähne oder an Ima fest und drohte mehrfach seitwärts abzurutschen. Zum Glück war das Pferd geduldig und ging immer nur im Schritt, erst als Rosa abgestiegen war und nur noch Ima auf seinem Rücken saß, fing er an zu traben und Ima wurde gehörig durchgeschüttelt. Als sie fertig zum Gehen waren und der junge Mann ein Trinkgeld und der Gaul ein paar Streicheleinheiten erhalten hatte, sagte Rosa spitz zu Ima, sie solle doch versuchen, dasselbe zu machen, was sie mit dem Schäferhund geschafft habe.

Klicke auf das Herz, wenn
Dir die Geschichte gefällt
Zugriffe gesamt: 6474

Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.

Gedichte auf den Leib geschrieben