Eine Reise zu Dritt - Tag 2

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Eine Reise zu Dritt - Tag 2

Eine Reise zu Dritt - Tag 2

Yupag Chinasky

Es gab zwar noch eine Eisenschiene über das Loch, aber die war mehr als zwei Meter lang und höchstens eine Handbreit, nicht viel mehr wie die Schiene einer Eisenbahn, eine höchst problematische Brücke. Was tun? Er hatte einerseits Angst, über die Schiene zu gehen, ein Geländer, wo er sich hätte festhalten können, gab es natürlich nicht und unter ihm, strömte das Wasser. Andererseits hatte er auch keine Lust den ziemlich weiten und nicht ungefährlichen Weg zurück noch einmal zu machen, jetzt, da er kurz vor dem Ziel war. Einen Sprung in das Wasser zog er nur ganz kurz in Erwägung, er hatte ja keine Ahnung, wie tief es war und es brodelte so heftig, dass es geradezu unheimlich war. Doch dann nahte Hilfe, wieder einmal die Rettung fast im letzten Moment. Ein Angler, ein junger Mann, der auf der anderen Seite des Loches saß, beobachtete ihn und verstand sofort sein Problem. Ohne zu zögern, ging er sehr sicher über die Eisenschiene und reichte ihm seine Hand. Nach kurzem zögern und mit allem Mut, den er aufbringen konnte, ergriff er sie und folgte seinem Führer und alles ging gut. Bei seinen Frauen wieder angekommen, erzählte er sein kleines Abenteuer und fragte, ob sie ihn gesehen hätten, dort auf der Mauer, denn man konnte die fragliche Stelle vom Pool aus gut sehen, aber nicht wie gefährlich diese "Eisenbrücke" war. Sie bekannten jedoch, dass sie ihn gar nicht beobachtet hatten, seinen Weg nicht verfolgt hätten, weil sie die ganze Zeit mit pennen verbracht hatten. Aber sie waren entsetzt, als er ihnen sein Erlebnis erzählte und sie bewunderten seinen Mut in hohen Tönen. Ima lief zu der Bar und holte Bier und Rum, um den Schreck zu überwinden und er prostete ihnen zu, selbst auch sichtlich erleichtert, dass das kleine Abenteuer gut ausgegangen war. Dann dösten sie noch ein Weilchen, Händchen haltend, in den eng zusammengestellten Liegestühlen.

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