Nicht alle, die im Club ein paar Tage verbrachten, gingen in die Disko und es kamen längst nicht so viele Chicas aus der Umgebung wie Chicos. Er war sich mittlerweile sicher, dass die beiden das mit dem Frauenmangel gewusst hatten und vor allem deswegen unbedingt in den Club und die Disko hatten kommen wollen. Sie waren in der Tat sehr begehrt, erzählten sie ihm später, und dass sie ständig die Wünsche ihrer wechselnden Lover hatten abwimmeln müssen, die unbedingt mit ihnen in den Bungalow gehen wollten, um dort schön und in Ruhe zu ficken.
Während sich also die beiden mit Wonne dem ungezügelten Tanz, dem hemmungslosen Geknutsche, dem Gefummel und Geküsse hingaben, hatte er sich in eine Ecke zurückgezogen, in der er nicht gar so beschallt wurde und trank "in Ruhe" ein Bier nach dem anderen und dazwischen ab und zu einen Rum. Hier in der Disko waren die Getränke allerdings nicht umsonst und sogar verhältnismäßig teuer. Frauen, die ihn zum Tanzen hätten auffordern können, gab es keine, und wenn, wären sie von den Chicos abgefangen worden, ehe sie in seine Nähe hätten kommen können. Auch seine beiden, ließen sich nicht mehr blicken, im Gegensatz zu dem Tanz im Biergarten am letzten Abend. Aber er gönnte es ihnen und war auch nicht eifersüchtig, wenn er sah, wie sie angemacht und belagert, betanzt und befummelt wurden. Sie waren glücklich und er wusste, dass die Nacht ihm gehören würde. Trotzdem, ein wenig eifersüchtig war er doch, aber dieses Gefühl bekämpfte er erfolgreich mit Bier und Rum. Er trank, musste niemanden abwehren, sich mit niemandem unterhalten, wurde von niemandem belästigt, es gab auch keine Dicke, die unbedingt ein Telefon braucht, er war ganz zufrieden und beobachtete die Bühne und sah auch, was in den schummerigen, dunklen Ecken so ablief. Besonders aufregend waren für ihn junge Frauen, die ganz wild tanzten und dabei mit ihren Gesten einen Sexualakt nachmachten.
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