Eine Reise zu Dritt - Tag 2

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Eine Reise zu Dritt - Tag 2

Eine Reise zu Dritt - Tag 2

Yupag Chinasky

Kurz entschlossen bog er auf den Feldweg ab, der in Richtung der verheißungsvollen Gebäude führte. Und auf diesem Feldweg gab es die erste Überraschung, denn auf einmal sah er einen großen Gegenstand quer über der Straße liegen, ein großer Ast, dachte er und hielt an. Doch noch, während sie im Auto saßen und vor allem, als sie dann ausgestiegen waren, sahen sie, was es war und eine Gänsehaut lief über ihren Rücken, ein Zeichen des Unbehagens und einer diffusen Angst. Auf der Straße lag eine Schlange, eine Anakonda, die bestimmt zwei Meter lang und so dick wie ein kräftiger Oberarm war. Ein wunderschönes Tier, die Farbe der Schuppen changierte zwischen Braun und Olivgrün. Das Tier lag in seiner ganzen Länge auf dem Weg und regte sich nicht, denn es war tot. Der Kopf war zerquetscht und noch ganz blutig. Vor nicht langer Zeit musste es vermutlich von einem Auto überfahren worden sein, dies zumindest schien die plausibelste Erklärung zu sein. Der Fahrer hatte sie dann einfach liegen lassen oder aber, der Verdacht kam in ihm auf, er hatte das schöne Tier bewusst überfahren, mit den Reifen seines Autos getötet, ein Schurke, ein Mörder, ein schlechter Mensch. Aber was konnten sie tun? Die Schlange anfassen und auf die Seite legen? Nicht einmal er wollte das tun, die Mädchen, die sehr ängstlich das Tier anstarrten, schon gar nicht. Sie setzten sich wider in das Auto und fuhren an dem Tier vorbei, die Räder auf der einen Seite im Gras der Wiese.

Dann erreichten sie das Lagerhaus. Die Wände waren gut erhalten, die Fenster fehlten jedoch, es gab nur noch leeren Öffnungen, und das Dach bestand gerade noch aus einem Skelett von Eisenträgern. Es war ein surrealer Ort, der sofort sein Interesse erregte und damit den Griff zu seiner hochwertigen Kamera. Das Tor, das einen Zugang ermöglicht hätte, war mit einer massiven Kette und einem großen Schloss gegen unbefugtes Betreten gesichert und zudem gab es ein Schild, das genau das ausdrücklich verbot.

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