Eine Reise zu Dritt - Tag 3

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Eine Reise zu Dritt - Tag 3

Eine Reise zu Dritt - Tag 3

Yupag Chinasky

Obwohl die beiden vertraulich und leise redeten und meistens in einer Sprache, die sie nicht verstanden, bekamen die beiden Chicas dennoch mit, was da geplant wurde, denn trotz ihres verbissenen Schweigens hatten sie die Ohren sehr gespitzt. Als sie merkten, um was es konkret ging, unterbrachen sie ihr Schweigen und protestierten heftig. Der Gast gehöre ihnen und sonst niemandem, sie hätten ihn aufgegabelt und mitgebracht. Auf einmal waren sie wieder ein Herz und eine Seele. Die Señora wiederum giftete, die beiden hätten hier überhaupt nichts zu sagen, sie sollten sich nicht in Dinge einmischen, die sie nichts angingen und gefälligst den Mund halten, was sie ja bisher auch gut gekonnt hätten. Die Stimmung, die schon prekär war, schlug noch vor dem Nachtisch in eine absolute Disharmonie um, die auf dem Heimweg anhielt und auch dann noch nicht verebbte, als sie lustlos einen weiteren Mojito tranken. Dann war es Zeit, schlafen zu gehen. Er, der Ehrengast, so die Señora bekäme das beste Bett, das in ihrem Schlafzimmer, jawohl, das gehöre sich so und darüber wolle sie gar nicht mehr reden. Die beiden jungen Frauen kamen aber mit in das eheliche Schlafzimmer und weigerten sich, das Zimmer aufzusuchen, in dem sie schlafen sollten. Ima schluchzte, er sei ihre Entdeckung und gehöre nicht der Señora, die sich immer alles leisten könne, alles habe, alles wolle, aber diesmal reiche ihre Macht nicht aus, der Mann gehöre ihnen und nur ihnen und das müsse sie endlich kapieren. Rosa stampfte bestätigend mit dem Fuß auf den Boden, setzte sich demonstrativ auf die Bettkante und verkündete, das Zimmer nicht mehr zu verlassen.

Fotoshooting in der Nacht

Nun war guter Rat teuer, die Señora merkte, dass ihre Macht begrenzt war und die Chicas witterten Morgenluft. Keiner würde nachgeben, die Nacht wäre ein Desaster. Vor allem aber ärgerte sich die Señora, weil sie ihr heiß ersehntes Ziel in dieser Nacht wohl nicht erreichen würde.

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