Hinzu kam, dass mit fortschreitender Zeit und mithilfe des Rums in der Flasche, der immer weniger wurde, auch immer weniger Kleidungsstücke benötigt wurden. Er machte mit großem Vergnügen immer mehr Aufnahmen in Unterwäsche und schließlich auch ohne diese, allenfalls dienten ein Hut, ein paar kaputte Schuhe, ein BH, der als Slip missbraucht wurde, als willkommenes Accessoire. Die Frauen posierten allein, zu zweit, zu dritt, sie waren völlig frei und ungezwungen, ja geradezu enthemmt und ihre Posen wurden immer anzüglicher und geiler und die erotische Wirkung der Bilder nahm enorm zu. Am Ende des Shootings waren alle vier in wunderbarer Nacktheit vereint, weil der Fotograf schon seit einiger Zeit den Selbstauslöser verwendet hatte und er sich somit auch selbst in Szene setzen konnte. Sie hatten viel Spaß gehabt und viel gelacht und waren nun auch alle wieder miteinander versöhnt. Die Chicas hatten verkündet, dass sie die beiden Alten nun doch im Schlafzimmer und im Ehebett allein lassen würden und suchten ihr eigenes Zimmer auf, in dem sie vermutlich rasch einschliefen, falls sie nicht doch noch etwas gegenseitigen Trost benötigt und den auch gefunden hätten. Obwohl er und die Señora ziemlich beschwipst waren, kam die Gastgeberin doch noch zu den Freuden einer heißen Liebesnacht. Sie vögelten, wenn auch ziemlich konventionell und auch nicht sehr ausgiebig, denn der viele Alkohol und die viele Arbeit zur späten Stunde hatte sie ermüdet. Aber nach einer erholsamen Nacht und dem beglückten Aufwachen, als sie merkten, dass sie nicht allein im Bett lagen, wiederholten sie ihre Liebesspiele und hörten erst auf, als die beiden Chicas, ebenfalls ausgeschlafen und schon wieder ausgehungert, ausdauernd an die Schlafzimmertür klopften. Das Frühstück war leider nicht so exzellent wie die Unterkunft und wie der Spaß, den sie reichlich in diesem Haus genossen hatten und in keiner Weise vergleichbar mit dem Abendessen in dem exquisiten Restaurant. Aber es gab Brot und Eier und Kaffee, was brauchten sie mehr. Mit vielen Küsschen, nicht nur auf die Wangen, und dem Versprechen, auf jeden Fall noch einmal vorbeizukommen, verabschiedeten sie sich von der Señora und setzten ihre Reise fort.
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