Eine Reise zu Dritt - Tag 3

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Eine Reise zu Dritt - Tag 3

Eine Reise zu Dritt - Tag 3

Yupag Chinasky

Rosa hört auf, ihn zu bedrängen, sie ordnen ihre Kleidung. Das Rad hält an, sie steigen aus, ein wenig echauffiert, immerhin wurden doch eine Menge Hormone und Adrenalin freigesetzt, man sieht es ihnen an, sie sind rot im Gesicht, ihr Atem geht schnell. Sie tun so, als sei nichts gewesen, aber Ima lässt sich nicht täuschen, fragt Rose, ob sie jetzt auch ihren Orgasmus gehabt habe. Rosa bestätigt das, obwohl es absolut nicht der Wahrheit entspricht. Der einzige Zeuge hütet sich, ihr zu widersprechen. Dann ist Ima mit einer Runde an der Reihe. Rosa schaut beide sehr seltsam an, sagt aber nichts. Die Fahrt ist dann völlig harmlos, beide genießen die Aussicht, mehr geschieht nicht. Nachdem sie wieder unten sind, drängt Rosa zum Aufbruch, ihr war offensichtlich die Lust auf Karussell und Schiffschaukel vergangen und auch die Einladung zu einem weiteren Bier kann sie nicht umstimmen.
Schweineschwarte

Sie fuhren weiter, hielten hier, machten dort eine Pause, ruhten sich im Schatten von Bäumen aus, hörten nun auch seine Lieblingsmusik in dem Ei. Die Zeit verging, es wurde Mittag, es wurde Nachmittag, sie bekamen Hunger und fast durch Zufall fanden sie ein kleines Lokal auf einem Hügel in einiger Entfernung von der Landstraße. Wieder war es ein Schild, das den Hinweis gab und wieder war es Ima, die es als Erste sah. Sie nahm ihre Umgebung vermutlich viel bewusster wahr, als die quirlige Rosa. In dem Garten vor dem Haus suhlten sich einige sehr dreckige Schweine im Schlamm ihrer Tränke und dürre Hühner pickten, was sie auf der Erde finden konnten. Eine junge Frau, Köchin, Bedienung, Bäuerin, Besitzerin, alles in einem, bestätigte, dass man hier essen könne, aber heute gäbe es nur Bohnen und Reis und fetten Bauchspeck und dazu geröstete Bananen und frisch gebratene Schwarte. Rosa verzog das Gesicht, Ima nickte verzückt und er wartete gelassen ab, was da kommen würde.

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