Sie machten sich, wieder einmal leicht angetrunken, auf den Heimweg und erreichten schon bald und guter Dinge ihr blaues Häuschen.
Ein Tsunami de Gefühle
Schlafen wollen sie noch nicht, es sei nicht spät, verkündet Rosa und müde sei sie auch nicht. Ima schließt sich ihrer Meinung an, aber als sie dann in dem Wohnraum sitzen und nicht so recht wissen, was sie tun sollen, liegt doch eine gewisse Spannung in der Luft. Er kann die Küsse von Ima im seichten Wasser nicht vergessen und Ima scheint es ähnlich zu gehen. Sie schaut ihn immer wieder verstohlen an und er weiß genau, was sie mit diesem Blick sagen will. Schon in der Höhle hatte er sich ja ausgiebig mit Ima beschäftigt und sie viel fotografiert und Rosa kaum noch beachtet, erst beim Baden war Rosa wieder interessant geworden. Imas schlanker Körper in der Märchenlandschaft hatte ihm ausnehmend gut gefallen und mehr als einmal hatte er ihre Position korrigiert. Das sollte man als guter Fotograf nur mit Worten tun, er aber hatte sie unentwegt angefasst und ihr hatte das gefallen, den es hatte immer wieder einen neuen Grund gegeben, sie zu korrigieren, obwohl sie ja eigentlich viel Talent zum modeln hatte und gelehrig war und sich alles andere als dämlich anstellte. Sie wollte ihn spüren, seine Hände auf ihrem nackten Körper, an all den Stellen, die er gut in seinen Bildern festhalten wollte. Und dann Imas Knie. In dieser Felsgrotte im Haus der Funktionäre, wo sie so wunderbar gegessen hatten, saß er neben Ima und sein Knie und ihr Knie berührten sich die ganz Zeit und ständig ging eine deutlich Erregung von dieser Berührung aus, wenn sie die Knie sacht aneinander rieben. Schließlich das Warten unter dem Strohdach auf das Essen. Auch hier war es zu einer subtilen Annäherung gekommen. Offen konnten sie sich weder berühren noch anstarren, die permanent eifersüchtige Rosa hätte ihnen die Hölle heißgemacht.
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