Eine Reise zu Dritt - Tag 4

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Eine Reise zu Dritt - Tag 4

Eine Reise zu Dritt - Tag 4

Yupag Chinasky

Dann wechseln sie die Stellung, machen einen auf neunundsechzig, sein Mund saugt ihre Vulva aus, seine Zunge spielt mit ihrer Klitoris, mit ihren Schamlippen, dringt in die enge Vagina ein. Ihr Mund hat sein männliches Fleisch voll umschlossen, das bis tief in ihren Rachen reicht, sie gurgelt, bekommt kaum Luft, ist aber überglücklich. Und am Ende vögeln sie wie die Weltmeister, sie tun es ganz konventionell, sie unten, er auf ihr, aber sie vögeln sich zu den Wolken hoch, weiter zu den Sternen, bis zum siebten Himmel. Der Orgasmus, der sie beide gleichzeitig heimsucht, ist eine Offenbarung, ein Tsunami der Gefühle, eine Erlösung, ein Traum, er ist das Paradies auf Erden. Erstaunlich war nur, das Ima auch in diesem maßlosen Überschwang der Gefühle, keinen Laut ausgestoßen hatte, keinen Schrei, kein "darme tu leche", nur ihr Keuchen war zu hören, aber ansonsten war sie stumm geblieben wie ein Fisch, wie ein frischer, geiler, agiler Fisch, ein sich windender Aal, ein pfeilschneller Hecht, ein kraftvoller Hai, jedenfalls kein halb verdorbener Vielgrätenfisch auf großen Bananenblättern.

Die Rache des Grätenfischs

Dann lagen sie ganz ruhig nebeneinander, immer noch eng verschlungen, die Beine ineinander verhakt, die Hände auf den wichtigsten Körperteilen, die soeben noch in vollem Einsatz waren. Nun konnten sie sich ausruhen, sich von der Schwerstarbeit erholen. Aus dem Nebenraum hörten sie Rosa schnarchen, das war ihr Wiegenlied, ihre Arbeit war vollbracht, ihre Liebe war perfekt. Die Augen fielen ihnen zu, ihr Atem ging regelmäßig. Sein letzter Gedanke war, möglichst rechtzeitig vor Rosa aufzuwachen, um auch noch den letzten Teil ihres Betrugs zu vertuschen. Doch sein Schlaf dauerte nicht lange, denn mitten in der Nacht klopfte jemand stürmisch an die Haustür. Ima regte sich nicht. Er stand schlaftrunken auf, stieß sein Schienbein heftig gegen den verdammten Stuhl.

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